Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, fordert ein Umdenken im Kulturbetrieb. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) betonte er, dass Kulturmacher überdenken sollten, ob das Konzept des Wachstums wirklich sinnvoll ist. Die Corona-Krise habe gezeigt, wie verwundbar der Kulturbereich ist und dass Strukturen geschaffen werden müssen, um zukünftige Krisen besser abfedern zu können.

Verantwortungsgemeinschaft der Kulturinstitutionen

Zimmermann forderte auch eine neue Verantwortungsgemeinschaft der Kulturinstitutionen. Die großen Kulturhäuser sollten sich stärker für die freie Szene engagieren und Kulturmacher besser schützen. Die Pandemie habe gezeigt, dass der Kulturbetrieb sehr kleinteilig und kreativ, aber auch extrem verletzlich ist.

Relevanz der Kultur als Erlebnis

Zugleich betonte Zimmermann, dass die Corona-Zeit die Relevanz der Kultur als Erlebnis bewiesen habe. Digitale Kulturerlebnisse seien kein Ersatz für das unmittelbare Kulturerlebnis. Viele hätten das Digitale als Rettungsanker der Kultur gesehen, aber analoge Kulturereignisse blieben zentral.

Die Forderungen von Olaf Zimmermann zeigen, dass der Kulturbetrieb vor großen Herausforderungen steht und ein Umdenken notwendig ist, um zukünftige Krisen besser bewältigen zu können.

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