Lehrkräfte beklagen Rechtsextremismus im Unterrichtsalltag

Lehrkräfte einer Schule in Brandenburg haben sich über Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie im Unterrichtsalltag beschwert. Sie fühlen sich von Schulleitungen, Schulämtern und Politik nicht ausreichend unterstützt.

Bildungssenatorin fordert Aufklärung und Stellungnahme

Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch hat daraufhin gefordert, dass Fälle von Rechtsextremismus in Schulen unbedingt aufgeklärt werden müssen. Sie betonte, dass alle Bildungsminister und -senatoren einen klaren Standpunkt gegen Rechtsextremismus einnehmen müssen. Günther-Wünsch übernimmt am Freitag den Vorsitz der Kultusministerkonferenz (KMK).

Unabhängige Ansprechpartner und Qualifikation für Lehrkräfte

Günther-Wünsch betonte außerdem, dass es wichtig sei, unabhängige Stellen als feste Ansprechpartner für pädagogisches Personal, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern zu haben. Im Koalitionsvertrag wurden Antidiskriminierungsstellen berücksichtigt, die unabhängig von Schulstrukturen sind.

Zudem betonte die Bildungssenatorin, dass Lehrkräfte in solchen kritischen Situationen wie der Konfrontation mit Rechtsextremismus gut qualifiziert sein müssen. Es gelte ein Neutralitätsgebot in Schulen, das einzuhalten sei.

Zahl mutmaßlich extremistischer Vorfälle an Schulen in Brandenburg

Das Bildungsministerium in Potsdam gab auf Nachfrage bekannt, dass zuletzt jährlich zwischen 24 und 53 mutmaßlich extremistische Vorfälle an Schulen in Brandenburg gemeldet wurden.

Forderung nach stärkerer Befassung mit Rechtsextremismus an Schulen

Die Rechtsextremismusforscherin Heike Radvan forderte, dass sich die Kultusministerkonferenz (KMK) stärker mit Rechtsextremismus an Schulen, insbesondere in Ostdeutschland, befassen müsse.

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