Razzia gegen kalabrische Mafia
Nach einer Razzia gegen die kalabrische Mafia soll der Geschäftsführer einer Eisdiele in Siegen (36) von den italienischen Behörden ausgeliefert werden. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Düsseldorf hat ein Auslieferungsersuchen gestellt. Die „Siegener Zeitung“ hatte zuvor darüber berichtet.
Festnahme und Verhaftungen
Der 36-jährige Italiener wurde vergangenen Mittwoch in San Luca mit einem europäischen Haftbefehl festgenommen. Sein Bruder (38) und ein Angestellter der Eisdiele wurden zeitgleich in Siegen verhaftet.
Geldwäsche und Unterschlupf der ‚Ndrangheta
Die von den Behörden geschlossene Eisdiele in Siegen soll laut Landeskriminalamt (LKA) eine Geldwaschanlage und einen Unterschlupf der kalabrischen Mafia, der ‚Ndrangheta, gewesen sein. Die Geldgeber der Eisdiele seien in den internationalen Rauschgifthandel verstrickt, so das LKA.
Auslieferung unklar
Wann der Eisdielen-Chef ausgeliefert wird, ist laut der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf noch unklar. Zunächst müsse ein italienisches Gericht über den Antrag aus Deutschland entscheiden.
Beschlagnahmung von Vermögenswerten
Die Staatsanwaltschaft hat laut einem Sprecher das Inventar der Eisdiele beschlagnahmt, darunter eine wertvolle Espressomaschine. Im Zuge der Razzia wurden auch Autos als Vermögenswerte gesichert.
