Hertha BSC hat in einem wilden Spiel gegen den 1. FC Köln eine bittere Niederlage einstecken müssen und rückt damit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bedenklich nahe. Nachdem die Berliner schnell zurücklagen, konnten sie das Spiel zwischenzeitlich drehen, lagen aber am Ende mit 2:5 (2:3) zurück.
Trainer Pal Dardai versucht zu trösten
Nach dem Spiel versuchte Trainer Pal Dardai seine völlig konsternierten Spieler zu trösten. Die Stimmung im Berliner Lager war dennoch gedrückt und es scheint, als sei der Abstieg aus der Bundesliga schon besiegelt. „Eine Katastrophe. Ein gebrauchter Tag heute, verdient verloren. Ein absolutes Scheißgefühl heute“, sagte Berlins Stürmer Florian Niederlechner bedrückt beim Streamingdienst DAZN.
Hoffen auf die Konkurrenten
Nach einer wilden Tore-Jagd und trotz zwischenzeitlicher Führung in Köln rückt der siebte Bundesliga-Abstieg für Hertha BSC bedrohlich näher. Die defensiv überforderten Berliner müssen am Wochenende als Tabellenletzter auf Niederlagen fast aller Konkurrenten hoffen, um überhaupt noch eine realistische Chance auf den Liga-Verbleib zu haben.
Davie Selke leitet Niederlage ein
Ausgerechnet Davie Selke, der erst im Winter nach Köln gewechselt war, leitete mit seinem Treffer in der 8. Minute die schon 19. Saison-Niederlage der Hertha ein. Die Berliner drehten das Spiel durch Lucas Tousart (18.) und Stevan Jovetic (33.), lagen aber schon zur Pause nach Treffern von Timo Hübers (39.) und Ellyes Skhiri (43.) wieder zurück. „Das 3:2 war der Knackpunkt“, meinte Niederlechner. Hübers (69.) mit seinem zweiten Treffer und Denis Huseinbasic (81.) besiegelten in der zweiten Halbzeit endgültig die Pleite.
Trainer Dardai gesteht Fehler ein
„Es war mein Fehler, dass wir uns die letzte Woche mit offensiven Sachen beschäftigt haben. Defensiv war das heute gar nichts“, gestand Pal Dardai ein. Dennoch versuchte er, Zuversicht zu verbreiten und meinte, man müsse abwarten, was das Wochenende bringe. „Dann werden wir schon vorbereitet sein“, sagte er mit Blick auf die Partie gegen den VfL Bochum.
Köln sichert Klassenverbleib
Die Kölner hatten den Klassenverbleib schon seit der Vorwoche sicher und gehen damit erstmals seit dem ersten Abstieg 1998 in ein fünftes Erstliga-Jahr in Folge. „Ich bin sehr stolz, weil wir das auf den Platz gebracht haben über weite Strecken, was wir wirklich können“, sagte Köln Kapitän Jonas Hector.
Die Hertha begann durchaus mutig, wurde aber ausgerechnet von Selke kalt erwischt. Eric Martel, nach Gelbsperre zurück, durfte ungehindert flanken, Selke setzte sich in der Luft durch und köpfte zur Führung ein.
