Die deutsche Dark-Rock-Band Lord of the Lost trat beim Eurovision Song Contest in Liverpool mit ihrem Song „Blood & Glitter“ auf und begeisterte das Publikum in der M&S Bank Arena. Mit rockigen E-Gitarren und dem düsteren Gesang von Frontmann Chris Harms heizte die Band den rund 6000 Zuschauern ein. Spektakuläre Outfits in rot und gold sowie geschminkte Gesichter der Bandmitglieder und eine Lichtshow mit Flammenwerfern rundeten den Auftritt ab.
Die Herausforderung des ESC
Frontmann Chris Harms hatte vorab betont, dass der ESC im Vergleich zu normalen Konzerten eine besondere Herausforderung darstellt: „Man muss eine 120-Minuten-Show auf drei Minuten komprimieren. Aber das geht, wenn man den richtigen Song hat.“
Ukraine thematisiert Atomkrieg
Vor Lord of the Lost trat das ukrainische Duo Tvorchi auf und thematisierte mit ihrem eingängigen Elektrosong „Heart of Steel“ die Gefahr eines Atomkriegs. Der Song war von dem Mut der Männer inspiriert, die beim ESC-Finale im vergangenen Jahr im ukrainischen Asow-Stahlwerk gekämpft hatten. Viele Zuschauer schwenkten ukrainische Flaggen.
Ukraine im Fokus
Die Ukraine stand bereits im vergangenen Jahr unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs und gewann den ESC mit der Band Kalush Orchestra. Aufgrund des anhaltenden Kriegs konnte die Ukraine den Wettbewerb dieses Jahr jedoch nicht ausrichten. Bei der diesjährigen Bühnenshow wurde die Ukraine jedoch besonders gewürdigt und überall in Liverpool hingen ukrainische Flaggen.