Einleitung
Theresa Merk ist eine der wenigen Frauen im deutschen Spitzenfußball, die einen Cheftrainerposten besetzt. Als Trainerin der Frauenmannschaft des FC Freiburg fordert sie am Donnerstag im DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln den favorisierten VfL Wolfsburg heraus.
Theresa Merk – Eine Ausnahme im deutschen Fußball
Ein weiblicher Chefcoach im Fußball ist nach wie vor sehr selten – selbst in der Frauen-Bundesliga: Neben Theresa Merk sind es bei zwölf Clubs nur noch die Niederländerin Carin Bakhuis (33) beim SV Meppen und Nicole Bender-Rummler (40), die beim 1. FC Köln als Bereichsleiterin interimsmäßig eingesprungen ist.
Die Herausforderungen als weibliche Fußballtrainerin
„Super oft“, so Theresa Merk, werde ihr die Frage gestellt, warum es so wenig Trainerinnen im Fußball gebe. „Ich fände es total spannend, wenn man sie den Vereinen stellen würde, wo keine Trainerin arbeitet“, kontert sie. Man brauche schon einen Mentor oder so, der einen in den Club hole. „Alleine, dass es zu wenig solcher Posten gibt für Frauen, das macht es natürlich zu einem großen Risiko, diesen Weg überhaupt erst einzuschlagen. Deshalb ist die Hemmschwelle relativ groß.“ Viele würden denken: „Da müsste ich schon Bundesliga-Trainerin werden oder irgendwo beim DFB arbeiten, damit es überhaupt ein hauptamtlicher Job ist, von dem ich einigermaßen gut leben kann“, meint Theresa Merk.
Interesse am Beruf der Fußballtrainerin
Fußballtrainerin? Viele machen große Augen, wenn Theresa Merk ihren Beruf nennt. „Also vor zwei, drei Jahren war die erste Frage: Okay – und davon kann man leben? Oder: Was machst du sonst so?“, sagt die frühere Wolfsburger Co-Trainerin. „Mittlerweile heißt es meistens: echt cool – erzähl mal!“ Das sei für viele Menschen total interessant, weil ja gefühlt jeder ein bisschen Bezug zum Fußball habe.
Die Rolle von weiblichen Vorbildern
„Außerdem fehlt es einfach an weiblichen Vorbildern.“ Solche wie Sabrina Wittmann. Sie sei eine der wenigen Frauen, die es geschafft haben, in der Männerwelt Fuß zu fassen. „Das ist für viele junge Frauen ein Vorbild“, sagt Theresa Merk. „Aber es braucht noch viel mehr davon. Es gibt ja auch nicht nur eine erfolgreiche Frau in der Wissenschaft oder in der Wirtschaft. Es gibt viele. Aber im Fußball gibt es noch sehr wenige.“
Fazit
Theresa Merk ist eine Ausnahme als Fußballtrainerin in Deutschland. Obwohl immer mehr Menschen Interesse an ihrem Beruf zeigen, bleibt die Hemmschwelle für Frauen, diesen Weg einzuschlagen, relativ groß. Es fehlt an weiblichen Vorbildern im deutschen Fußball, um mehr Frauen zu ermutigen, diesen Beruf zu ergreifen.
