Ein AfD-Landtagsabgeordneter in Sachsen hat eine Anfrage an die Regierung gestellt, um dem Phänomen der sogenannten Chemtrails auf den Grund zu gehen. Dabei handelt es sich um eine Verschwörungstheorie, bei der Kondensstreifen von Flugzeugen angeblich chemische Substanzen oder Gifte enthalten und von Regierungen erzeugt werden, um das Volk zu manipulieren.
Die Anfrage des AfD-Abgeordneten
Sebastian Wippel, der seit 2014 im Parlament sitzt, verweist in seiner Kleinen Anfrage auf „eine wachsende Anzahl von Bürgern“, die Flugbewegungen feststellen würde, hinter denen sie „die zielgerichtete Einbringung von Chemikalien in die Atmosphäre“ vermute. Wippel möchte von der Regierung in Sachsen unter anderem wissen, ob etwas über solche Vorgänge bekannt sei. Außerdem interessiert ihn die Konzentration von Aluminium, Barium und Strontium in der Luft sowie im Blut von Patient:innen. Zuletzt stellt er die Frage, wie diese Schwermetalle in die Atmosphäre gelangen können und in welcher Konzentration sie natürlich in der Luft vorkommen.
Die Haltung der Expert:innen
Die Theorie der Chemtrails wird von Expert:innen immer wieder als wissenschaftlich unhaltbar zurückgewiesen. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für den Wahrheitsgehalt der Verschwörungserzählung. Kondensstreifen am Himmel entstehen durch die Kondensation von Wasserdampf in den Abgasen der Flugzeugtriebwerke.
Die Antwort der Staatskanzlei
Die Staatskanzlei in Dresden muss innerhalb von vier Wochen auf die Anfrage von Wippel antworten. Es ist anzunehmen, dass die Antwort ähnlich ausfallen wird wie die Expertenmeinungen: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für die Theorie der Chemtrails.
Quellen: Sächsischer Landtag / SWR
