Unbeliebte Gäste im Garten
Moose gehören zu den faszinierendsten Kreationen der Natur. Doch vor allem Kleingärtner mögen die vielen Millionen Jahre alten Pflänzchen nicht. Denn Moos im Rasen ist verpönt. Neben verschiedenen Gartenunkräutern sind Moose die unbeliebtesten Gäste in den Parzellen von Schrebergärtnern. Zumindest, wenn sie sich im Rasen des Grundstücks ausbreiten.
Ökosystem und Nährstoffmangel
Moose haben einen schlechten Ruf. Dabei sind sie in vielen Landschaften unserer Erde ein wichtiger Teil des Ökosystems. Breiten sie sich auf Rasenflächen aus, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Wiesengräser kaum noch Nährstoffe aus dem Boden bekommen. Wohl oder übel müssen sie weniger anspruchsvollen Pflanzen wie Unkräutern oder Moosen das Feld überlassen. So holen sich Moose ihre Nährstoffe beispielsweise aus dem Regenwasser.
Vertikutieren und Kompostieren
Mit den steigenden Temperaturen erwachen nun auch die Grashalme auf vielen Grundstücken und in den Kleingartenanlagen aus ihrer Winterruhe. Doch häufig haben sich über den Winter verschiedene Moose auf der Rasenfläche ausgebreitet. Wer darauf keine Lust hat, sollte seine Wiese gründlich sanieren. Und so geht das: Wollen Sie das Moos im Rasen entfernen, kommen Sie ums Vertikutieren nicht herum. Die Moose per Hand aus dem Rasen zu zupfen, ist nicht nur extrem mühsam, sondern auch Arbeit, die kein Ende nimmt. Elektro-Vertikutierer sind mit kleinen scharfen Messern ausgestattet, die kleine Furchen in den Rasen schneiden und ihn damit durchlässiger machen. Überaus nützlich ist auch der Nebeneffekt. Denn dabei erwischt der Vertikutierer auch jede Menge Rasenfilz aus Moos, Unkräutern oder Graswurzeln. Wichtig: Sie können Moose und anderen Rasenfilz auf dem eigenen Kompost entsorgen. Mischen Sie den Grünschnitt davor aber unbedingt mit anderen Gartenabfällen, damit er nicht verklumpt.
Nährstoffmangel und Bodensäure
Haben Sie Moos im Rasen ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass der Rasen zu wenig Nährstoffe bekommt. Das liegt in der Regel daran, dass der Boden zu sauer ist, also einen pH-Wert von 5,5 oder weniger aufweist. Mit einem pH-Bodentest können Sie das binnen Minuten leicht überprüfen. Als erste Gegenmaßnahme ist es hilfreich, die Säure im Boden mit Gartenkalk zu neutralisieren. Weil das per Hand vor allem bei größeren Flächen mühsam ist und zudem meist nicht gleichmäßig gelingt, lohnt sich ein Streuwagen, um die richtige Dosierung zu treffen.
Organischer Dünger
Ist die Wiese wieder gut durchlüftet und der Boden neutralisiert, brauchen die Halme einen Wachstumsbooster. Nur über hochwertigen, organischen Rasendünger gelangen die dringend benötigten Nährstoffe in den Boden. Diese sind in der Regel deutlich weniger mit Schwermetallen belastet wie mineralische Dünger. Zudem kann organischer Dünger den Boden auf lange Sicht verbessern.
