Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) plant Warnstreiks, um den Druck bei den Tarifverhandlungen für den Getränke-Riesen Hassia zu erhöhen. Nach bereits erfolgten Warnstreiks bei Thüringer Waldquell (Vita Cola) und Glashäger Brunnen in Mecklenburg-Vorpommern soll nun auch bei Lichtenauer Mineralquellen in Mittelsachsen gestreikt werden. Die Gewerkschaft lehnte eine angebotene Lohnerhöhung für die ostdeutschen Mitarbeiter des Unternehmens als unzureichend ab.
Gründe für den Warnstreik
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) möchte mit den Warnstreiks den Druck bei den Tarifverhandlungen für den Getränke-Riesen Hassia erhöhen. Hassia hatte im vergangenen Jahr über dem Marktniveau abgeschlossen und konnte somit Umsatzsteigerungen von 7,8 Prozent verzeichnen. Trotzdem soll auch in diesem Jahr die zugesagte Lohnangleichung nicht an das Tarifniveau im Westen kommen. Demnach verringert das Arbeitgeberangebot die 11,5 Prozent Lohnlücke zum Stammhaus in Hessen nur geringfügig.
Stimmung in den Belegschaften
Die Stimmung in den Belegschaften der drei ostdeutschen Markenführer, zu denen auch Lichtenauer Mineralquellen gehört, ist laut Gewerkschaft angespannt. Die Mitarbeiter fordern den Tarifabschluss aus Hessen sowie einen verbindlichen Fahrplan für die Lohnangleichung an den Westen.
Über Hassia
Hassia ist nach eigenen Angaben der größte Markenanbieter für alkoholfreie Getränke in Deutschland. Neben Mineralwasser produziert das Unternehmen auch bekannte Marken wie Vita Cola und Bionade.
