Der deutsche Bergsteiger Luis Stitzinger wurde tot im Himalaya-Gebirge gefunden. Seine Frau Alix von Melle trauert um ihn und verabschiedet sich mit einem bewegenden Instagram-Post. Das Paar teilte die Leidenschaft fürs Bergsteigen.

Suche nach Luis Stitzinger

Die Suche nach Luis Stitzinger im Himalaya zog sich tagelang hin. Am Dienstag wurde dann traurige Gewissheit: Der vermisste Bergsteiger wurde tot aufgefunden. Ein Suchteam entdeckte Stitzinger unterhalb des Gipfels des 8586 Meter hohen Kangchendzönga, sagte der Chef von Seven Summit Treks, Mingma Sherpa, der Nachrichtenagentur AFP.

Leidenschaft für die Berge

Der Bergsteiger und Extremskifahrer wurde 54 Jahre alt. Stitzingers Ehefrau Alix von Melle, ebenfalls Bergsteigerin, verabschiedete sich auf dem gemeinsamen Instagram-Kanal mit einem emotionalen Text. „Die Berge waren Dein und unser Leben. Der Kangchendzönga Dein ganz großer Lebenstraum, den Du Dir noch so gerne erfüllen wolltest“, schrieb die 51-Jährige. Das Paar hatte 2011 geheiratet und gemeinsam regelmäßig Achttausender bestiegen.

Letzte Worte via Instagram

„Die 25 Jahre an Deiner Seite waren die besten meines Lebens. Danke, dass ich Dich in dieser Zeit begleiten durfte“, richtete Alix von Melle als letzte Worte via Instagram an ihren Ehemann. „In tiefer Liebe, Dankbarkeit und unendlicher Trauer – wir hatten doch noch so viele Träume, die wir uns erfüllen wollten…“

Leben und Karriere von Luis Stitzinger

Das Paar lebte zusammen in Füssen im Allgäu, Stitzinger hatte sich mit seinem Unternehmen Go Climb A Mountain selbstständig gemacht. Von Melle arbeitet als Pressereferentin. Laut seiner Website hatte Stitzinger bereits den Mount Everest und diverse andere hohe Berge bestiegen. Am vergangenen Donnerstag hatte er ohne Sauerstoff den Gipfel des Kangchendzönga erreicht. Als er mit dem Abstieg begonnen hatte, war der Kontakt zu ihm abgebrochen.

Verzicht auf Kinder zugunsten des Bergsteigens

In einem Interview mit dem Magazin „Bergsteiger“ hatten von Melle und Stitzinger 2017 auch über ihre Beziehung gesprochen und dabei offenbart, dass sie zugunsten des Bergsteigens bewusst auf Kinder verzichtet hatten. „Wenn wir das so weiter machen wollen, können wir uns ein Eigenheim nicht leisten und Kinderkriegen nicht verantworten“, sagte Stitzinger damals. „Entweder das Eine oder das Andere, oder einer hätte mit den Expeditionen aufhören müssen. Wir wollten aber unsere Leidenschaft gemeinsam ausleben. Gerade, dass wir das zusammen tun können, macht es ja so erfüllend.“ Gemeinsam schrieb das Paar das Buch „Leidenschaft fürs Leben: Gemeinsam auf die höchsten Berge“.

Quellen: Instagram / „Bergsteiger“ / AFP

Durch die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Bergsteigern sind vollkommen neue Satellitenaufnahmen der… (unvollständiger Satz)

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