Leidensgeschichte des Elefanten Chhouk
Der Asiatische Elefant Chhouk wurde 2007 von Tierschützern in einem Wald im Nordosten von Kambodscha gefunden. Das Tier war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ein Jahr alt und irrte alleine umher. Zudem war es unterernährt und hatte schwere Verletzungen am linken Vorderfuß, vermutlich durch eine Falle eines Wilderers.
Rettung und Rehabilitation
Die Tierschutzorganisation Wildlife Alliance nahm sich des Elefanten an und päppelte ihn in ihrem Wildtierrettungszentrum in der Nähe der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh wieder auf. Seitdem lebt Chhouk im angeschlossenen Zoo, da ein Leben in der Wildnis aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr möglich ist.
Prothese ermöglicht neues Leben
Doch dank der Hilfe von Tierschützern und vielen Unterstützern kann Chhouk wieder gehen, laufen und schwimmen – mit einer Prothese. Wildlife Alliance arbeitet mit der kambodschanischen Schule für Prothesen und Orthesen zusammen. Bereits 2009 erhielt Chhouk eine erste Prothese, die ihm ein neues Leben ermöglichte. Da Elefanten bis zu einem Alter von 20 bis 25 Jahren immer weiter an Größe und Gewicht zunehmen, musste Chhouk regelmäßig eine neue Prothese bekommen.
Neues Modell der Prothese
Das neue Modell der Prothese ist nach Angaben der Tierrettungsorganisation zwei bis drei Kilogramm leichter als das vorherige. Der Elefant kann dadurch noch besser laufen und sich bewegen. Die Prothese wiegt etwa 20 Kilogramm und verursacht jährlich Kosten von etwa 1400 Euro.
Bekanntheit des Elefanten
Chhouk ist durch sein Schicksal zu einer kleinen Berühmtheit geworden und wird von den Tierschützern genutzt, um in Kambodscha härtere Gesetze gegen Wilderer zu erreichen.
Video
In einem Video ist zu sehen, wie eine Elefantenmutter mit ihrem Nachwuchs einem Wasserloch in Sri Lanka nähert. Dort lauert ein Krokodil.
Quellen: Wildlife Alliance / „Independent“ / AFP
