Die Regierung der Balearen hat ein Treffen mit Ryanair einberufen, nachdem zwei Touristen auf Mallorca jeweils 45 Euro zusätzlich zahlen sollten, um ihr Gebäck im Handgepäck mitzunehmen. Die Mitnahme von Gebäck im Handgepäck sorgt für Aufregung auf Mallorca, da die Passagiere für die Mitnahme von Ensaïmadas, einem traditionellen spiralförmigen Schmalzgebäck aus Mallorca, zur Kasse gebeten wurden.

Details zum Vorfall

Die beiden Touristen wurden am Flughafen Palma de Mallorca aufgefordert, jeweils 45 Euro für die Mitnahme des Ensaïmada zu zahlen, da es angeblich die Handgepäckgrenze überschritt. Schließlich verzichteten die Passagiere auf die Gebäckmitnahme und ließen die Ware vor Ort zurück.

Reaktion der Regierung

Die Balearen-Regierung hat daraufhin ein dringendes Treffen mit Ryanair und den örtlichen Verbänden der Konditoren auf Mallorca gefordert. Der Tourismusminister der Balearen, Iago Negueruela, sagte, dass das Treffen einberufen wurde, „um die lokalen Produkte zu verteidigen und jede Art von Diskriminierung zu vermeiden“.

Stellungnahme der Konditoren

Pep Magraner, der Vorsitzende des Verbandes der Konditoren der Balearen, verwies darauf, dass die Passagiere Ensaïmadas, die im Duty-Free-Shop des Flughafens gekauft wurden, mit an Bord nehmen können. Das sei eine Diskriminierung gegenüber anderen Verkäufern, also den Bäckereien außerhalb des Flughafens. Magraner führte fort: „Alle anderen Fluggesellschaften erlauben den Passagieren, zwei Ensaïmadas mit an Bord zu nehmen.“ Es sei „nur ein Problem mit Ryanair“.

Ähnliche Vorwürfe gegen andere Airlines

Es ist nicht das erste Mal, dass es auf Mallorca Ärger über die Handgepäckbestimmungen gibt. Im vergangenen Jahr erhob die Verbraucherschutzbehörde der Balearen Klagen gegen Easyjet, Eurowings und Volotea und forderte Geldstrafen in Höhe von 20.000 Euro, weil die Airlines hohe Gebühren für Handgepäck verlangen. Ähnliche Vorwürfe gibt es seitens des Verbraucherverbands Facua gegen die spanische Billigfluggesellschaft Vueling und Ryanair. Die Fälle werden derzeit vom Ministerium für Verbraucherangelegenheiten in Madrid geprüft.

Die Airline Ryanair wurde von „The Guardian“ um eine Stellungnahme gebeten, hat aber bislang nicht reagiert.

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