Studie der AOK
Laut einer Studie der Krankenkasse AOK essen Kinder in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern am häufigsten Fleisch. Die Studie basiert auf der Auswertung der AOK-Familienstudie 2022, für die bundesweit etwa 8500 Eltern von Kindern im Alter von vier bis 14 Jahren befragt wurden. In Mecklenburg-Vorpommern nahmen 521 Eltern teil. Die Befragung war in Bezug auf das Alter der Kinder und den Bildungsabschluss der Eltern repräsentativ.
Fleischkonsum bei Kindern
Laut der Studie essen 21 Prozent der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern selten oder nie Fleisch und Wurst. Im Vergleich dazu sind es in Berlin fast 50 Prozent und im Bundesdurchschnitt 33 Prozent. Auch in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg sowie in Baden-Württemberg ist eine fleischreduzierte bis fleischlose Kost für Kinder verbreitet. In den ostdeutschen Bundesländern ist dieser Trend jedoch schwächer ausgeprägt.
Ernährungswissen der Eltern
Die Studie zeigt auch, dass der Hälfte der Eltern im Nordosten Deutschlands Ernährungswissen fehlt. Sie achten beispielsweise nicht auf Nährwertangaben von Lebensmitteln oder haben zu viele zuckerhaltige Getränke im Haushalt. Dabei gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen der Ernährungskompetenz der Eltern und ihrem Bildungsgrad. Eltern aus Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen haben im Vergleich zum Bundesdurchschnitt das geringste Wissen über gesunde Ernährung.
Forderung nach Wissensvermittlung in Schulen
Die Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, Daniela Teichert, fordert deshalb, dass Weichen für eine gesunde Ernährung bereits in der Schule gestellt werden sollten. Wissensvermittlung zur gesunden Ernährung sollte verpflichtend in die Lehrpläne aufgenommen werden. Laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte ein Erwachsener höchstens 600 Gramm Fleisch pro Woche essen, während es aktuell 1000 Gramm sind.
