Im Internet nach der großen Liebe zu suchen, kann schnell gefährlich werden. Kriminelle haben eine „perfide Methode“ entwickelt, um ahnungslose Singles um ihr Geld zu bringen. In Bayern haben Betrüger in Singlebörsen und sozialen Netzwerken bereits rund 20 Millionen Euro erbeutet, wie Justizminister Georg Eisenreich (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München mitteilte.

Die Betrugsmethode

Die Betrüger nutzen eine Methode, die sich „Tinder-Trading-Scams“ nennt. Dabei kontaktieren sie potenzielle Opfer über Partnersuchportale wie Tinder oder soziale Netzwerke wie LinkedIn und bauen durch Flirtbotschaften Nähe und Vertrauen auf. Anschließend überzeugen sie ihre Opfer, in Kryptowährungen zu investieren. Die Täter sprechen abfällig vom „Pig Butchering“ (deutsch: „Schweineschlachten“).

Die Opfer

Viele Opfer schämen sich und trauen sich nicht, zur Polizei zu gehen. Daher dürfte der entstandene Schaden noch höher sein als die bisher bekannten 20 Millionen Euro. Die Betrugsmasche findet nicht nur auf Tinder statt, sondern auch auf vielen anderen Seiten.

Warnung vor der Betrugsmasche

Justizminister Georg Eisenreich und der Bamberger Oberstaatsanwalt Thomas Goger wollen am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Justizpalast in München vor der Betrugsmasche warnen. Eisenreich betonte, dass der große Betrug manchmal mit einem verführerischen Match auf Tinder beginne, am Ende aber alles weg sei – das Geld und die Liebe.

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