Rückgang bei durchgefallenen Autos
Die Zahl der durchgefallenen Autos bei der Hauptuntersuchung ist im vergangenen Jahr gesunken. Laut aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes wiesen insgesamt 20,7 Prozent der geprüften Pkw erhebliche oder gefährliche Mängel auf oder waren verkehrsunsicher. Im Jahr 2021 waren es noch 20,9 Prozent und vor zwei Jahren 21,1 Prozent. Zusätzlich hatten 12,5 Prozent der Autos geringfügige Mängel, was einen Anstieg von 0,3 Prozentpunkten im Vergleich zu den Vorjahren bedeutet.
Altersabhängige Durchfallerquote
Besonders bemerkenswert ist dieser Rückgang, da das Durchschnittsalter der Autos auf deutschen Straßen steigt und die Durchfallerquote mit dem Alter zunimmt. Bei Fahrzeugen bis 3 Jahren lag die Durchfallerquote bei 4,3 Prozent, während sie bei Fahrzeugen mit mehr als neun Jahren bei 30,2 Prozent lag. Letztere Kategorie machte knapp 54 Prozent der insgesamt 21,7 Millionen Hauptuntersuchungen im letzten Jahr aus und verursachte mehr als 78 Prozent der Durchfaller.
Wenige komplett verkehrsunsichere Autos
Nur 11.900 Autos wurden im Jahr 2022 als komplett verkehrsunsicher eingestuft, was lediglich 0,05 Prozent der vorgeführten Fahrzeuge ausmacht. Diese Autos dürfen nicht mehr aus eigener Kraft vom Hof fahren. Bei rund 116.300 Autos wurden gefährliche Mängel festgestellt, was einem Anteil von einem halben Prozent entspricht. Diese Fahrzeuge dürfen nur noch nach Hause oder in die Werkstatt gebracht werden und müssen nach der Reparatur erneut untersucht werden.
Motorräder in besserem Zustand
Im Vergleich zu Autos sind Motorräder deutlich besser in Schuss. Bei Krafträdern fielen im letzten Jahr nur 8,1 Prozent durch, während bei 88,5 Prozent keine Mängel festgestellt wurden.
Regionale Unterschiede
Die niedrigsten Durchfallerquoten wurden in Sachsen (18 Prozent), Thüringen (18,1 Prozent) und Sachsen-Anhalt (18,3 Prozent) verzeichnet. Die höchsten Quoten gab es in Schleswig-Holstein (26,1 Prozent), Bremen (25,5 Prozent) und Hamburg (25,2 Prozent).
