Ex-Präsident Trump zur Verlesung neuer Anklage in Washington

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump ist am Donnerstag am zuständigen Gericht in Washington erschienen, um eine neue Anklage gegen ihn entgegenzunehmen. Die Autokolonne des Republikaners erreichte das Gerichtsgebäude am Donnerstagnachmittag. Vor seinem persönlichen Erscheinen vor Gericht wetterte Trump erneut gegen die Justiz und beschuldigte die Demokraten, die Justiz als Waffe gegen ihn einzusetzen. Er betonte, dass es ihm eine Ehre sei, für sein Vorgehen gegen eine korrupte Wahl festgenommen zu werden.

Trump ist der erste Ex-Präsident in der US-Geschichte, der vor Gericht steht

Trump ist der erste ehemalige US-Präsident, der sich wegen mutmaßlicher Straftaten vor Gericht verantworten muss. Es handelt sich bereits um die zweite Anklage auf Bundesebene und insgesamt die dritte Anklage gegen ihn. In den vorherigen Fällen ging es um Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar und die unrechtmäßige Aufbewahrung geheimer Regierungsdokumente. Die neue Anklage beinhaltet vier formale Anklagepunkte, darunter Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten. Zum ersten Mal werden mutmaßliche Straftaten während seiner Amtszeit im Weißen Haus behandelt. Bei einer Verurteilung droht Trump eine jahrzehntelange Haftstrafe.

Enormer Medienandrang vor Gerichtsgebäude

Vor dem Gerichtsgebäude in Washington herrschte ein großer Medienandrang, während kaum Unterstützer oder Gegner von Trump anwesend waren. Ein Trump-Kritiker, Domenic Santana, trat in einem Häftlingskostüm mit einem Schild, auf dem „Sperrt ihn ein“ stand, um das Gebäude. Er hatte bereits bei vorherigen Anklageverlesungen in New York protestiert.

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