Die Fußball-Nationalmannschaft befindet sich in einer alarmierenden Situation. Nach der 1:4-Niederlage gegen Japan stehen schwere Stunden für Bundestrainer Hansi Flick bevor. Die Frage ist, ob der DFB an dem 58-Jährigen festhält. Nach dem blamablen Auftritt der Fußball-Nationalmannschaft gegen Japan verließ Flick die Arena mit einer bemerkenswerten Selbstverklärung. Er sagte: „Ich finde, wir machen es gut, und ich bin der richtige Trainer.“ Doch wer glaubt noch daran? Am Dienstag wartet Vize-Weltmeister Frankreich.
Die Rolle des DFB-Sportdirektors
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hatte sich im Juni noch deutlich vor Flick gestellt und von festem Vertrauen und dem richtigen Weg gesprochen. Nach der Niederlage vermied er jedoch ein weiteres Bekenntnis. Er sagte: „Wir tun alle gut daran, erstmal eine Nacht darüber zu schlafen.“ Das 1:4 sei eine Blamage. „In drei Tagen spielen wir gegen die beste Mannschaft Europas, das wird natürlich schwierig. Aber wir dürfen uns auch nicht in die Hose machen“, fügte Völler hinzu.
Die Entscheidung liegt beim DFB
DFB-Präsident Bernd Neuendorf äußerte sich spontan nicht, was im Profifußball-Geschäft kein gutes Zeichen für den Trainer ist. Die Entscheidung über die Berufung und Abberufung des Bundestrainers liegt beim DFB und wird von den Gremien getroffen. Dennoch wird Völler eine tonangebende Rolle spielen. Die verschiedenen Gremien müssen nun die Grundsatzentscheidung treffen: Mit oder ohne Flick gegen Frankreich.
Mögliche Nachfolger
Als mögliche Nachfolger wurden zuletzt mehrere Kandidaten genannt, jedoch alle mit Einschränkungen. Julian Nagelsmann wäre teuer, Jürgen Klopp wird beim FC Liverpool verehrt, Ralf Rangnick ist bei Österreichs Nationalteam gebunden und Stefan Kuntz trainiert die Türkei. Eine Übergangslösung für das Spiel gegen Frankreich und ein Neustart für die USA-Reise im Oktober sind denkbar, falls Flick bleibt. Doch selbst dann wird die Blamage gegen Japan in Erinnerung bleiben.
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