Kritik an Trumps medizinischen Unterlagen
Die Vizepräsidentin Kamala Harris hat ihren republikanischen Gegner Donald Trump dafür kritisiert, dass er seine medizinischen Unterlagen nicht öffentlich zugänglich macht. Sie äußerte, dass er nicht transparent gegenüber den amerikanischen Wählern sei. Harris‘ Angriff folgte auf die Veröffentlichung eines detaillierten Berichts ihres Arztes, der bestätigte, dass die 59-jährige demokratische Kandidatin sich in „ausgezeichnetem Gesundheitszustand“ befinde.
Vorwürfe der Geheimniskrämerei
Harris stellte Trump als jemanden dar, der sich einem Interview mit CBS‘ 60 Minutes und einer zweiten Präsidentschaftsdebatte mit ihr entziehe. Sie deutete an, dass seine Kampagne möglicherweise etwas zu verbergen habe. „Man muss sich fragen: Haben sie Angst, dass die Leute sehen, dass er zu schwach und instabil ist, um Amerika zu führen?“ sagte Harris vor etwa 7.000 Zuhörern in einem Universitätsauditorium in Greenville, North Carolina.
Trump und seine Gesundheitsupdates
Obwohl Trump im August CBS News mitteilte, dass er seine medizinischen Unterlagen „sehr gerne“ veröffentlichen würde, hat er Medienanfragen bisher abgelehnt. Nach der Erklärung von Harris‘ Arzt am Samstag erklärte das Trump-Team, dass der ehemalige Präsident Gesundheitsupdates von seinem persönlichen Arzt sowie von Ronny Jackson, dem ehemaligen Arzt des Weißen Hauses und jetzt republikanischen Kongressabgeordneten aus Texas, veröffentlicht habe. „Alle sind zu dem Schluss gekommen, dass er in perfektem und ausgezeichnetem Gesundheitszustand ist, um Oberbefehlshaber zu sein“, sagte der Sprecher der Kampagne, Steven Cheung.
Reaktionen auf Harris‘ Aussagen
Der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, äußerte in der NBC-Sendung Meet the Press, dass Trumps medizinische Unterlagen „irrelevant“ seien und die Amerikaner sich mehr um die Lebenshaltungskosten kümmern würden als um „den Cholesterinspiegel von Donald Trump“.
Politische Angriffe und falsche Behauptungen
In einer schwarzen Kirche in Greenville nahm Harris auch Trump ins Visier, weil er falsche Behauptungen über die Katastrophenhilfe nach dem Hurrikan Helene verbreitet habe, um politischen Nutzen vor dem Wahltermin am 5. November zu ziehen. „Ich spreche von denen, die buchstäblich nicht die Wahrheit sagen und über Menschen lügen, die hart daran arbeiten, den Bedürftigen zu helfen“, sagte Harris, ohne Trump namentlich zu erwähnen. „Ehrlich gesagt sind die Motive ziemlich transparent – um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen und mit dem Herzschmerz anderer Menschen Politik zu machen.“
Kritik an Trumps Katastrophenreaktion
Seit der Sturm Teile von North Carolina und einen ähnlich republikanisch geprägten Teil von Georgia getroffen hat, hat Trump eine Reihe von Kritikpunkten und falschen Behauptungen über die Reaktion der Bundesregierung auf die Katastrophe geäußert, unter anderem, dass Sturmopfer nur 750 Dollar an Hilfe von der Federal Emergency Management Agency erhalten können. Präsident Joe Biden und Harris haben seine Aussagen widerlegt und ihn dafür kritisiert, dass er die Katastrophenhilfe in Wahlkampfmaterial verwandeln wolle.
