BMF-Referentenentwurf
Im Oktober 2024 stellte das Bundesministerium der Finanzen (BMF) einen Entwurf zur Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge vor. Nach der Anhörung der Verbände wird der Entwurf voraussichtlich im November der Regierung zur weiteren Bearbeitung vorgelegt.
Umfrageergebnisse der Bürger
Das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) führte in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Unternehmensverband Vermögensberatung (DUV) eine Blitzumfrage durch, um die Meinungen von 1.000 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren zu den Reformplänen zu erfassen. Die Umfrage wurde Mitte Oktober vom Marktforschungsinstitut INSA-CONSULERE durchgeführt.
Ansparphase und Flexibilisierung
Der Referentenentwurf sieht vor, die Ansparphase bis zum Rentenbeginn flexibler zu gestalten. Im Gegensatz zum bisherigen Riester-Sparen wird die verpflichtende Bruttobeitragsgarantie durch chancenreiche und risikobehaftete Ansparformen ergänzt. Künftig soll es staatliche Förderung auch für Optionen mit einer 80%-Beitragsgarantie sowie für risikobehaftete Anlagen, wie beispielsweise Aktienfonds, geben.
Präferenzen der Bürger
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Flexibilisierung auf Zustimmung stößt. 42,6% der Befragten bevorzugen die 100%-Garantie, während 36,3% die 80%-Garantie und 21,1% bereit sind, auf jegliche Garantie zu verzichten. Es zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen: Frauen und Personen über 50 Jahre haben eine stärkere Präferenz für Sicherheit im Vergleich zu jüngeren Männern.
Politische Reaktionen
Die Aufweichung der Bruttobeitragsgarantie wird als positiver Schritt angesehen, um die staatlich geförderte private Altersvorsorge von der Abhängigkeit von Niedrigzinsen zu befreien. Die Möglichkeit für Bürger, selbst zwischen Sicherheit, Risiko und Rendite zu wählen, wird als wichtig erachtet.
