Rückgang der Investitionen
Im Oktober haben ausländische Investoren einen Großteil der Anleihenmärkte in Asien, ausgenommen China, verkauft. Diese Zurückhaltung war auf die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA zurückzuführen.
Besorgnis über Inflation
Die Möglichkeit eines Sieges von Donald Trump, der letztlich tatsächlich eintrat, führte zu Bedenken hinsichtlich einer steigenden Inflation. Dies wurde durch seine geplanten Zölle und Steuersenkungen verstärkt, was die Erwartungen an beschleunigte Zinssenkungen, die in diesem Jahr die regionalen Anleihen unterstützt hatten, dämpfte.
Verkäufe in mehreren Ländern
Laut Daten von Regulierungsbehörden und Anleihemarktverbänden verkauften Investoren lokale Anleihen in Malaysia, Thailand und Indien im Gesamtwert von 3,8 Milliarden US-Dollar. Dies geschah nach fünf aufeinanderfolgenden Monaten mit Nettokäufen.
Analystenmeinungen
Analysten haben nach dem klaren Wahlsieg von Trump eine pessimistischere Sicht auf die ausländischen Investitionsströme in asiatische Anleihen eingenommen. Eugene Leow, ein leitender Strategist bei DBS Bank, merkte an, dass ein stärkerer US-Dollar und steigende Treasury-Renditen, die durch erhöhte Wetten auf Trump-bezogene Geschäfte ausgelöst wurden, Druck auf asiatische Staatsanleihen und Zinssätze ausüben.
Veränderungen im Markt
Leow stellte fest, dass der Optimismus, der Mitte des Jahres durch die Erwartungen an eine Lockerung der Geldpolitik der Federal Reserve ausgelöst wurde, weitgehend verschwunden ist. In diesem schwierigen Umfeld sei der Spielraum für geldpolitische Lockerungen der asiatischen Zentralbanken eingeschränkt, während die Anlegerstimmung gegenüber Anleihen in lokaler Währung ebenfalls gedämpft sei.
Gegenteilige Trends
Trotz der allgemeinen Verkaufswelle investierten ausländische Anleger im vergangenen Monat 4,03 Milliarden US-Dollar in südkoreanische Anleihen. Dies geschah in Erwartung der Aufnahme Südkoreas in den FTSE Russell’s World Government Bond Index ab November 2025. Auch indonesische Anleihen verzeichneteten etwa 1,5 Milliarden US-Dollar, was den sechsten monatlichen Zufluss aus dem Ausland in Folge darstellt.
