Aktuelle Situation der Leerstände

In den USA wird die Wohnraumsituation zunehmend problematisch. Während die Leerstandsquote für Mehrfamilienwohnungen im letzten Quartal 2024 bei 8% lag – höher als vor der Pandemie – gibt es gleichzeitig einen signifikanten Mangel an Wohnraum. Schätzungen zufolge fehlen zwischen 1,5 Millionen und 7 Millionen Wohneinheiten.

Ursachen des Problems

Ein Teil des Problems liegt in der Herdenmentalität der Immobilienentwickler, die sich auf bestimmte Städte konzentrierten und überwiegend hochpreisige Wohnungen errichteten. Diese vier- und fünf-Sterne-Wohnungen haben durchschnittliche Mietpreise von 2.139 Dollar pro Monat. Die steigenden Bau- und Grundstückskosten erforderten hohe Mieten, um akzeptable Renditen zu erzielen, was jedoch zu einem Überangebot an teuren Wohnungen führte, die für viele Mieter unerschwinglich sind.

Leerstandsquoten im Detail

Laut Daten von CoStar liegt die Leerstandsquote für vier- und fünf-Sterne-Wohnungen in den USA bei 11,4%, was doppelt so hoch ist wie bei erschwinglicheren Objekten. Besonders in Städten im Sunbelt gibt es ein größeres Überangebot an hochwertigen Wohnungen als in Küstenregionen. In Austin, Texas, beispielsweise liegt die Leerstandsquote bei 15%.

Maßnahmen der Vermieter

Um neue Mieter zu gewinnen, bieten Vermieter häufig großzügige Anreize, wie zwei oder drei Monate mietfreies Wohnen bei einem einjährigen Mietvertrag. Diese Anreize führen nicht zu einem Rückgang der offiziellen Mietpreise, stellen jedoch effektive Mietsenkungen von bis zu 25% dar.

Resiliente Städte und steigende Mieten

Städte wie Boston und Chicago, die während der Pandemie vernachlässigt wurden, zeigen sich als widerstandsfähiger. New York hat mit einer Leerstandsquote von 2,8% einen der angespanntesten Mietmärkte des Landes, da zwischen 2021 und 2024 nur wenig neuer Wohnraum geschaffen wurde. In vielen anderen Küstenstädten und im Mittleren Westen steigen die Mieten, während der Wohnungsbau begrenzt blieb.

Ausblick auf den Wohnungsmarkt

Die Eigentümer von Wohnungen sollten in der aktuellen Marktsituation profitieren können. Die Kosten für einen 30-jährigen Festzins-Hypothekendarlehen liegen wieder nahe bei 7%, was den Erwerb von Eigenheimen für viele unattraktiv macht.

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