Hintergrund zur Sepsis
Sepsis, auch als Blutvergiftung bekannt, ist eine schwerwiegende Form einer Infektion und zählt mit etwa 85.000 Todesfällen jährlich zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Experten weisen darauf hin, dass die Sterblichkeitsrate durch Sepsis hierzulande bis zu 20 Prozent höher ist als in anderen Ländern. Die schnelle Entwicklung der Sepsis und die oft unspezifischen Symptome machen eine frühzeitige Erkennung besonders herausfordernd.
Maßnahmen zur Früherkennung
Asklepios hat die Bekämpfung der Sepsis im Rahmen seiner Programme zur Patientensicherheit und medizinischen Qualitätssicherung priorisiert. Bereits im Jahr 2019 wurde eine umfassende Kampagne zur Früherkennung ins Leben gerufen. Dr. Sara Sheikhzadeh, Medizinischer Vorstand der Asklepios Gruppe, betont die Bedeutung der Schulung des Personals, insbesondere in Notaufnahmen, um die Früherkennung zu verbessern und somit schwere Folgeschäden und Todesfälle zu vermeiden.
Schulungsprogramme und Trainings
Im Jahr 2020 wurde ein Schulungsprogramm gestartet, das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Notfallmedizin (IfN) durchgeführt wird. Das Präventionsformat S.A.V.E. (Sicher arbeiten – Vertrauen erhalten) schult die Mitarbeitenden in der Erkennung und Vermeidung von Sepsis sowie in weiteren relevanten Themen. Bis heute haben 35 S.A.V.E.-ZNA-Teamtrainings stattgefunden, an denen 575 Mitarbeitende teilgenommen haben, was insgesamt 4.520 Trainingsstunden entspricht.
Zukünftige Initiativen
Die Schulungen werden kontinuierlich fortgesetzt, und Trainings für weitere Einrichtungen sind ab 2026 geplant. Das Engagement von Asklepios in der Sepsisbekämpfung zeigt den Fokus auf die Verbesserung der Patientensicherheit und die Qualität der medizinischen Versorgung.
