Vorbereitung auf digitale Herausforderungen

Am 16. Oktober 2025 fand ein Treffen von Bildungsministerinnen und -ministern der Bundesländer statt, bei dem es um die Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf die Herausforderungen der digitalen Welt ging. In diesem Rahmen wurden Strategien entwickelt, um die Gesundheitskompetenz junger Menschen zu fördern und einen bewussten Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen.

Gemeinsame Anstrengungen von Bildung und Gesundheit

Das Treffen markierte den Beginn einer intensiven Zusammenarbeit zwischen politischen Entscheidungsträgern, dem Gesundheitswesen und Bildungseinrichtungen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche besser auf die digitale Realität vorzubereiten. Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, wies darauf hin, dass die digitale Welt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringt. Viele Jugendliche verbringen täglich mehrere Stunden vor Bildschirmen, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Übermäßiger Medienkonsum kann Schlafstörungen, Aufmerksamkeitsprobleme und depressive Verstimmungen zur Folge haben.

Medienkompetenz als Teil der Gesundheitsbildung

Dr. Reinhardt betonte die Notwendigkeit, Kinder frühzeitig im reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu schulen. Medienkompetenz sollte als Teil der allgemeinen Gesundheitsbildung in Schulen integriert werden. Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, ergänzte, dass Schulen optimale Bedingungen bieten, um Gesundheitskompetenz bereits im frühen Alter zu fördern. Lehrpläne sollten zentrale Gesundheitsthemen abdecken, und es sollten gezielte Programme zur Medienkompetenz für Schulen und Familien entwickelt werden.

Präventionsstrategie „Digitale Balance“

Eine neue Präventionsstrategie mit dem Titel „Digitale Balance“ wurde vorgeschlagen, um diese Themen in Lehrpläne, Elterntrainings und regionale Präventionsketten zu integrieren. Die Verantwortung für die gesunde Entwicklung von Kindern liegt in der Zusammenarbeit von Schulen, Eltern, dem Gesundheitssystem und der Politik.

Frühes Lernen von Gesundheitskompetenz

Anne-Kathrin Klemm vom BKK Dachverband betonte, dass Gesundheitskompetenz nicht von selbst kommt, sondern aktiv erlernt werden muss. In einer Zeit, in der es schwierig ist, zwischen verlässlichen Informationen und Desinformationen zu unterscheiden, ist es entscheidend, dass Kinder und Jugendliche lernen, Informationen kritisch zu bewerten und verantwortungsvoll zu nutzen. Cybermobbing, Fake News und unrealistische Schönheitsideale sind Herausforderungen, denen Kinder in der digitalen Welt begegnen.

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