Klage wegen defekter Hochvoltbatterien

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer hat beim Landgericht Dortmund rechtliche Schritte gegen die Mercedes-Benz Group AG eingeleitet. Der Grund dafür sind erhebliche Sicherheitsmängel in den Hochvoltbatterien der Modelle EQA und EQB.

EU-Warnung vor Kurzschlussgefahr

Das EU-Warnsystem Safety Gate hat auf die Brandgefahr durch interne Kurzschlüsse in den Batteriezellen hingewiesen. Aufgrund dieser Warnung hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am 13. Februar 2025 einen Rückruf für die betroffenen Fahrzeuge angeordnet.

Risiko trotz Rückruf und Software-Updates

Trotz der durchgeführten Software-Updates und Ladebeschränkungen bleibt das Risiko eines Brandes bestehen. Eine endgültige technische Lösung wurde bisher nicht gefunden. Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer bietet betroffenen Haltern die Möglichkeit, ihre Ansprüche im Rahmen eines E-Mobilitäts-Online-Checks zu prüfen.

Sicherheitsrisiko durch interne Kurzschlüsse

Die E-Mobilitätsindustrie sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, und Mercedes hat, ähnlich wie Porsche, Probleme mit den Hochvoltbatterien. Laut einem EU-Safety-Gate-Alert kann es in den betroffenen Batteriemodulen zu internen Kurzschlüssen kommen, die Überhitzung und Fahrzeugbrände verursachen können. Besonders betroffen sind Zellen des Zulieferers Farasis Energy.

Details zur Klage

Die Klage umfasst mehrere wesentliche Punkte:

  • Rückabwicklung und Schadensersatz: Rückgabe des Fahrzeugs gegen Erstattung des Kaufpreises sowie Freistellung von bestehenden Darlehensverbindlichkeiten.
  • Deliktische Haftung (§ 823 Abs. 2 BGB): Verstoß gegen die EU-Typengenehmigungsverordnung und das vorgeschriebene Qualitätsmanagementsystem.
  • Produktsicherheitsverstoß (§ 3 ProdSG): Die Batterie erfüllt nicht die Sicherheitsanforderungen der relevanten Normen.
  • Sachmangel (§ 434 BGB): Das Fahrzeug weicht erheblich von der Soll-Beschaffenheit ab; das Software-Update behebt die Hardware-Gefahr nicht.
  • Irreführung (§ 16 UWG): Werbung zu Reichweite und Ladeleistung war angesichts der Sicherheitsmängel irreführend.

Rechtliche Einschätzung

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer sieht die Sicherheit der betroffenen Fahrzeuge als nicht gewährleistet an und verfolgt daher rechtliche Schritte gegen Mercedes.

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