Wechsel in die Politik
Oliver Ruhnert, der bisherige Manager des Bundesligisten Union Berlin, wird neuer Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW). Dieser Schritt markiert seinen endgültigen Wechsel in die politische Arena, nachdem er bereits im Februar erfolglos um ein Bundestagsmandat für die Partei kandidierte.
Kritik an Friedrich Merz
In einem Interview äußerte Ruhnert deutliche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Er betonte, dass Merz in seiner Partei keinen Rückhalt mehr genieße und sogar als „überflüssig“ bezeichnet werden könne, sollte er nicht in der Lage sein, für wichtige Vorhaben wie das Rentenpaket eine Mehrheit zu gewinnen.
Herkunft und Motivation
Ruhnert stammt, ebenso wie Merz, aus dem Sauerland. Geboren in Arnsberg und wohnhaft in Iserlohn, sieht er seinen Wechsel in die Politik als „letzte Möglichkeit“, um in einer herausragenden Position Einfluss zu nehmen. Dabei betonte er, dass seine Entscheidung nicht aus finanziellen Gründen getroffen wurde.
Zukunft des BSW
Trotz des Rückzugs von Sahra Wagenknecht vom Parteivorsitz sieht Ruhnert die Zukunft des BSW positiv. Die Partei plant, bis zum Jahresende 10.000 Mitglieder zu erreichen und arbeitet am Aufbau von Kreis- und Stadtverbänden sowie Jugendorganisationen. Ruhnert möchte als Generalsekretär neue Strukturen und Ideen einbringen und das BSW zu einer breiteren Wahrnehmung verhelfen.
Parteitag und Wahl
Am kommenden Wochenende, dem 6. und 7. Dezember, wird Ruhnert beim Parteitag des BSW zum neuen Generalsekretär gewählt. Er betont die Notwendigkeit, ein starkes Signal vom Bundesparteitag auszusenden, um die Partei wieder in eine positive Wahrnehmung zu bringen.
