Deutsche Umwelthilfe erzielt Sieg
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat einen bedeutenden rechtlichen Erfolg gegen den Ultra-Fast-Fashion-Anbieter Shein erzielt. In einem Verfahren wurde entschieden, dass Shein nicht mehr mit dem Versprechen werben darf, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, ohne ausreichende Informationen zu liefern.
Verbrauchertäuschung gestoppt
Der Konzern konnte nicht erklären, wie er trotz eines Anstiegs der Klimaemissionen um 23 Prozent innerhalb eines Jahres seine Klimaziele erreichen will. Die DUH kritisiert die weit verbreitete Praxis von Fast-Fashion-Unternehmen, ihre Produkte mit langfristigen Klimaneutralitätsversprechen zu bewerben, ohne konkrete Maßnahmen darzulegen.
Forderungen an die Politik
Um die negativen Auswirkungen der Fast-Fashion-Industrie zu verringern, fordert die DUH von Bundesumweltminister Carsten Schneider, die Verantwortung der Hersteller zu stärken. Dies soll durch wirtschaftliche Anreize geschehen, die schädliche Praktiken unattraktiv machen.
Weitere rechtliche Schritte
Zusätzlich hat die DUH rechtliche Schritte gegen die Shein-Betreiberfirma Infinite Styles Services Co. Ltd. eingeleitet. Im Fokus stehen irreführende Werbeversprechen für Produkte, die als „lokal“, „umweltfreundlich“ und „100 % natürlich“ angepriesen werden.
Kommentar der DUH
Barbara Metz, die Bundesgeschäftsführerin der DUH, äußerte sich zu den Ergebnissen: „Wir decken die unglaubwürdigen Klimaschutzversprechen von Shein auf. Das Geschäftsmodell der Ultra-Fast-Fashion kann nicht klimafreundlich sein. Es ist wichtig, dass Umweltminister Schneider verbindliche Umweltkriterien einführt, um Fast-Fashion-Praktiken zu regulieren.“
Zukunft der Mode
Die DUH betont die Notwendigkeit von langlebiger und reparierbarer Mode, die geliehen, repariert und wiederverwendet werden kann. Diese neuen Geschäftsmodelle sollten durch einen Fonds aus den Herstellergebühren unterstützt werden, um nachhaltige Mode für alle zugänglich und erschwinglich zu machen. Die Organisation wird weiterhin die Entwicklung von Sheins Klimaversprechen beobachten und gegebenenfalls weitere rechtliche Schritte einleiten.
