Bei der Landtagswahl in Bremen hat die SPD einen klaren Sieg errungen und liegt deutlich vor der CDU. Die Grünen erlitten hingegen starke Verluste. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) könnte seine bisherige rot-grün-rote Koalition fortsetzen, kündigte jedoch an, auch mit der CDU über eine Zusammenarbeit sprechen zu wollen.
SPD mit großem Abstand vor CDU
Laut Prognosen von ARD und ZDF lag die SPD am Sonntagabend deutlich vor der CDU. Bovenschulte könnte somit seine bisherige rot-grün-rote Koalition fortsetzen. Die Grünen landeten auf Platz drei, jedoch mit deutlichen Verlusten. Die Linke und die rechtspopulistische Wählervereinigung Bürger in Wut (BiW) folgten dahinter.
CDU will Gespräche mit SPD
Bovenschulte kündigte an, nicht nur mit Grünen und Linken über eine Koalition zu sprechen, sondern auch mit der CDU. Die Sozialdemokraten hätten laut Prognosen mit 29,5 bis 30 Prozent die Wahl gewonnen und könnten somit ihre historisch schlechte Performance von 2019 deutlich verbessern. Die CDU kam auf 24,5 bis 25,5 Prozent.
Grüne erleiden starke Verluste
Die Grünen erlitten Verluste und landeten bei 12 bis 12,5 Prozent. Die Linke erreichte mit 10,5 bis 11 Prozent in etwa das gleiche Ergebnis wie 2019. Die BiW konnte stark zulegen und erreichte 10,5 Prozent. Die FDP erreichte mit 5 bis 5,5 Prozent nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde.
Wahlbeteiligung sinkt
Die Wahlbeteiligung lag bei 57 Prozent und war somit niedriger als 2019 mit 64,1 Prozent.
Grüne wollen weiter mitregieren
Grünen-Spitzenkandidatin Maike Schaefer sprach von einem bitteren Ergebnis für ihre Partei und kündigte an, das Ergebnis genau zu analysieren. Die Grünen wollen jedoch weiterhin an der Regierung beteiligt sein.
CDU-Spitzenkandidat Imhoff will Gespräche mit allen Parteien
CDU-Spitzenkandidat Frank Imhoff sagte, seine Partei werde Gespräche mit allen Parteien führen. Die SPD habe zwar gewonnen, aber es gebe keine klaren Mehrheitsverhältnisse. Die CDU kam auf 23 bis 24 Sitze, die Grünen auf 11 bis 12, die Linke auf 9 bis 10, die FDP auf 5 und die BiW auf 10.
