Bei der Landtagswahl in Bremen hat die SPD einen klaren Sieg errungen und könnte ihre rot-grün-rote Koalition fortsetzen. Die Grünen mussten jedoch deutliche Verluste hinnehmen.

SPD mit großem Abstand vor CDU

Laut Hochrechnungen von ARD und ZDF lag die SPD am Sonntagabend deutlich vor der CDU. Mit einem Ergebnis zwischen 29,6 und 29,9 Prozent konnte die SPD ihr historisch schlechtes Ergebnis von 2019 verbessern. Die CDU kam auf 26 bis 26,7 Prozent.

Grüne auf Platz drei mit Verlusten

Die Grünen landeten auf Platz drei und mussten deutliche Verluste hinnehmen. Sie erreichten zwischen 11,3 und 12,2 Prozent, während sie bei der letzten Wahl noch auf 17,4 Prozent kamen. Die Linke erreichte mit 10,9 Prozent in etwa das gleiche Ergebnis wie 2019.

Bürger in Wut legen stark zu

Die mitregierenden Grünen landeten den Hochrechnungen zufolge auf Platz drei, jedoch mit deutlichen Verlusten. Dahinter folgten der dritte Koalitionspartner Linke und die rechtspopulistische Wählervereinigung Bürger in Wut (BiW), die stark zulegte. Die FDP schaffte knapp den Wiedereinzug in das Landesparlament, die Bremische Bürgerschaft.

CDU will mitregieren

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) könnte seine bisherige rot-grün-rote Koalition fortsetzen. Er kündigte aber an, nicht nur mit Grünen und Linken über ein Bündnis zu sprechen, sondern auch mit der CDU. CDU-Spitzenkandidat Frank Imhoff sagte, dass die CDU natürlich mitregieren wolle.

Wahlbeteiligung gesunken

Die Wahlbeteiligung wurde mit 57,4 bis 57,5 Prozent angegeben – weniger als 2019 mit 64,1 Prozent.

Sitzverteilung in der Bürgerschaft

Laut Hochrechnungen erhält die SPD 28 Sitze in der Bürgerschaft. Die CDU kommt auf 24 bis 25 Sitze, die Grünen kommen auf 10 bis 11. Die Linke bekommt 10 Mandate, die FDP 5 und die BiW 9.

Die AfD war nicht zur Wahl zugelassen, weil sie zwei konkurrierende Wahllisten eingereicht hatte.

SPD-Bundeschef Lars Klingbeil sagte, der Sieg gebe „Rückenwind auch für uns hier in Berlin“. Zur Koalitionsfrage sagte er: „Die brauchen keine Ratschläge von der Bundesebene.“ Grünen-Spitzenkandidatin Maike Schaefer sprach von einem bitteren Ergebnis und sagte, sie scheue sich nicht, selbst Verantwortung zu übernehmen. Die Regierungskoalition wolle man aber fortsetzen. Grünen-Chef Omid Nouripour räumte ein, es habe „sicher keinen Rückenwind“ von den Grünen im Bund gegeben. Es sei ein „Tag der Demut“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert