Die Auslieferung der neuen U-Bahn-Testfahrzeuge verzögert sich erneut. Statt im Sommer 2023 werden die ersten Wagen erst im Herbst desselben Jahres an die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ausgeliefert, wie der Hersteller Stadler auf Anfrage mitteilte. Lieferschwierigkeiten bei elektrischen Komponenten sind der Hauptgrund für die Verzögerung. Zuvor hatte die „Berliner Morgenpost“ darüber berichtet.

Verzögerungen bei der Erneuerung der U-Bahn-Flotte

Die BVG hat bislang insgesamt 376 Wagen der neuen Baureihe bei Stadler bestellt, um die überalterte U-Bahn-Flotte der Hauptstadt zu erneuern. Die Auslieferung soll bis etwa 2025 vollständig abgeschlossen sein und der Regelbetrieb bereits 2024 starten. Die ersten acht U-Bahnen mit insgesamt 24 Wagen sollten Ende 2022 für eine einjährige Testphase geliefert werden. Vier davon sind für das sogenannte Kleinprofil der Linien U1 bis U4 (Baureihe JK) und vier weitere für das Großprofil der Linien U5 bis U9 (Baureihe J) bestimmt.

Die BVG bedauert die erneuten Verzögerungen und erwartet, dass der Hersteller alles unternimmt, um diese zu minimieren. Trotz der Verzögerungen erwartet die BVG keine unmittelbaren betrieblichen Auswirkungen.

Verzögerungen auch bei neuen Trambahnen

Neben den U-Bahn-Testwagen verzögert sich auch die Auslieferung neuer Trambahnen. Diese werden vom Stadler-Konkurrenten Alstom produziert. Ursprünglich war vertraglich vereinbart, dass die ersten Züge der neuen Fahrzeuggeneration Mitte des laufenden Jahres an die BVG übergeben werden. Nun wird dies erst im Frühjahr 2024 der Fall sein.

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