Laut der Iglu-Lesestudie verfehlen rund 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Mindeststandards im Leseverständnis. Im Jahr 2016 lag dieser Wert noch bei knapp 19 Prozent. Dies ist ein besorgniserregender Trend, der gesellschaftlich nicht hinnehmbar ist.
Lesen lernen ist wichtig
Es ist wichtig, dass jedes Kind lesen lernen darf, da ansonsten vor allem diejenigen abgehängt werden, die zuhause kein Deutsch sprechen oder denen abends nicht vorgelesen wird. Politik, Kommunen, Eltern und Schulen müssen gemeinsam Maßnahmen ergreifen, um dieses Problem zu lösen.
Maßnahmen ergreifen
Es gibt bereits bewährte Maßnahmen, die auch in anderen Ländern erfolgreich angewendet werden. Dazu gehören Sprachtests für alle Vierjährigen, Sprachförderung in Kitas und Schulen sowie Fortbildungen für Lehrkräfte. Ein weiterer Ansatz wäre, sich wieder auf basale Kompetenzen zu besinnen.
Grundschulen sollten mehr Lesezeit einplanen
Ein weiteres Ergebnis der Iglu-Studie zeigt, dass die Lesezeit an deutschen Grundschulen im Vergleich zum OECD-Mittel relativ niedrig ist. Mit 141 Minuten pro Woche liegt sie unter dem Durchschnitt von 205 Minuten. Es ist wichtig, dass Schulen die Bedeutung des Lesens erkennen und mehr Lesezeit einplanen.
Es ist an der Zeit, dass die Schockstarre gelöst wird und alle Beteiligten zusammenarbeiten, um das Leseverständnis der Schülerinnen und Schüler in Deutschland zu verbessern.
