Hintergrund
Monatelang wurde über eine Lieferung von Waffen an die Ukraine debattiert, bis sich schließlich eine Koalition von Staaten bildete, die bereit waren, Kampfflugzeuge westlicher Produktion zur Verfügung zu stellen. Die Ukraine benötigt diese, um ihren Luftraum zu schützen, da Russland das Land mittlerweile auch unter Verletzung des moldawischen Hoheitsgebiets angreift.
Die Dramaturgie
Das Drehbuch hat sich bei Kampfpanzern bewährt: Die westlichen Regierungen dämpfen die Debatten über eine Waffenlieferung monatelang, um die russische Führung behutsam mit dem zu konfrontieren, was ihr droht. Die Temperatur wird langsam erhöht, um den Frosch zu kochen – eine schleichende Eskalation.
Die Reserven
Die Reserven alter Sowjet-Jets bei Nato-Staaten sind erschöpft, weshalb nur Kampfflugzeuge westlicher Produktion in Betracht kommen. Weder Großbritannien noch Frankreich besitzen F-16-Jets, die Niederlande und Belgien haben nur wenige – und die USA als Herstellerland, die das Ganze genehmigen müssten, sind ausdrücklich nicht dabei.
Die Entscheidung
In der Sache hätte man sich eine schnellere Entscheidung gewünscht. Politisch ist die Dramaturgie jedoch nachvollziehbar, um die russische Führung behutsam mit dem zu konfrontieren, was ihr droht. Die Möglichkeit, den verbrecherischen Angriffskrieg einzustellen, besteht jederzeit.
Fazit
Die schleichende Eskalation im Ukraine-Konflikt zeigt, dass das Rezept, einen Frosch zu kochen, auch in der Politik angewendet wird. Die westlichen Regierungen müssen sich bewusst sein, dass eine schnelle Entscheidung notwendig ist, um die Ukraine zu schützen und den Konflikt zu beenden.
