Die Thüringer CDU schließt sich der Forderung nach einem grundlegenden Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik an. Laut Landesvorsitzendem Mario Voigt sei das Asylrecht in Deutschland sehr liberal und die Sozialstandards sehr hoch, jedoch seien die Abschiebequoten sehr niedrig. Dies könne auf Dauer nicht funktionieren, da die Kommunen bereits am Limit seien. Illegale Zuwanderung müsse gestoppt werden.

Voigt lobte den sächsischen CDU-Chef und Ministerpräsidenten Michael Kretschmer für seinen Vorstoß, eine überparteiliche Kommission einzurichten und gegebenenfalls das Grundgesetz zu ändern, um die Migrationszahlen zu bewältigen und die Asylpolitik zu ändern. Dies sei dringend nötig, da die Belastungsgrenze bereits erreicht sei. Eine realistische Migrationspolitik erfordere laut Voigt sowohl Humanität als auch Härte.

Kretschmer hatte zu Pfingsten eine Kürzung der Sozialleistungen für Asylbewerber ins Gespräch gebracht und eine Kommission vorgeschlagen, die sich mit allen Fragen rund um Asyl befassen soll. CDU-Vize Carsten Linnemann lobte Kretschmers klare Haltung und betonte, dass er Debatten zu vielen Themen vorantreibe und sein Wort Gewicht in der CDU habe.

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