Riskante Rettung vom winterlichen Watzmann
Zwei Urlauber aus Nordrhein-Westfalen mussten am winterlichen Watzmann in einer riskanten Aktion von der Bergwacht gerettet werden. Die Rettung dauerte bis zu sieben Stunden und es waren 16 Bergwachtler und zwei Helikopter im Einsatz. Die beiden Touristen hatten sich bei der Watzmann-Überschreitung im Nebel zwischen Mittel- und Südspitze verlaufen und waren zu erschöpft, um weiterzugehen.
Kritik an der Behandlung durch die Bergwacht
Nach der Rettung kritisierten die geretteten Urlauber die Bergwacht und behaupteten, sie seien als Patienten noch nie so schlecht behandelt worden. Die Retter mussten die beiden mehrfach auffordern, den Anweisungen zu folgen, damit der Helikopter bei sehr schlechter Sicht eine kleine Wolkenlücke nutzen konnte.
Streit um einen Schlafsack
Bei der Rettung kam es zu einem Disput, weil die Bergsteiger ihren ausgepackten Hüttenschlafsack nicht zurücklassen wollten. Die Bergwacht betonte, dass eine Rettung im Hochgebirge bei Wind und Wetter weder garantiert noch unkritisch sei. Die Betroffenen könnten nicht immer die Brisanz der Lage und das hohe Risiko für sich selbst und die Bergwachtler einschätzen.
Fazit
Die Bergwacht betonte, dass ein zurückgelassener Schlafsack in keinem Verhältnis zu Leben und Gesundheit von Menschen stehe. Eine Bergrettung sei immer eine riskante Angelegenheit und erfordere die volle Kooperation der Betroffenen.
