Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) hat angesichts des anhaltenden Waldbrandes auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Brandenburg gefordert, dringend Munitionsreste aus den gefährdeten Gebieten zu räumen. Laut vfdb-Waldbrandexperte Ulrich Cimolino sei dies eine Voraussetzung, um das regelmäßig wiederkehrende Problem in den Griff zu bekommen.

Um die Gefahr zu beseitigen, seien Gefährdungskarten notwendig, auf denen die betroffenen Flächen markiert und die Anfahrtswege für die Feuerwehren deutlich gekennzeichnet seien. Zudem sei die Beschaffung geschützter Fahrzeuge notwendig, da Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern bisher keine öffentlichen Feuerwehrfahrzeuge dieser Art besitze.

Der Experte betonte auch, dass eine Prioritätsliste für die Räumung der Flächen von Munition sinnvoll sei. Touristisch genutzte Gebiete sollten dabei Vorrang haben, da dort erfahrungsgemäß die meisten Entstehungsbrände durch Menschen entstünden.

Angesichts der Waldbrände in den vergangenen Tagen warnte Cimolino davor, die Gefahren zu unterschätzen. Auch wenn es zwischendurch regne, seien Gebiete mit trockenen Vegetationsresten auf dem Boden in der Sonne schnell wieder trocken. Ein Feuer könne dann schon durch eine weggeworfene Zigarette ausgelöst werden.

Aus dem Waldbrand-Gebiet bei Jüterbog südlich von Berlin wird berichtet, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Ein Gebiet mit der Größe von etwa 200 Fußballfeldern sei betroffen.

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