Das Landgericht Braunschweig hat eine Mutter und ihre Tochter zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie versucht hatten, einen Mann als Killer anzuwerben. Die Frauen im Alter von 41 und 69 Jahren wurden schuldig befunden, einen Mann dazu angestiftet zu haben, den ehemaligen Lebensgefährten der Tochter zu töten. Der Hintergrund des Vorfalls war ein Sorgerechtstreit um ein Kind.

Verurteilungen und Hintergründe

Die 41-jährige Tochter wurde zu fünf Jahren Haft wegen versuchter Anstiftung zum Mord verurteilt, ihre 69-jährige Mutter zu drei Jahren Gefängnis. Die Mutter betrieb ein Restaurant und hatte Kontakt zu einem Stammgast aufgenommen. Dieser traf sich mit den Frauen und informierte jedoch die Polizei, nachdem er von dem kriminellen Vorhaben erfahren hatte.

Den Plan zur Tötung entwickelten die beiden Angeklagten im November 2019. Sie wollten damit verhindern, dass der frühere Partner der Tochter ein Sorge- oder Umgangsrecht für das gemeinsame Kind erhält. Außerdem wollten sie den Mann dafür bestrafen, dass er die 41-Jährige während der Beziehung geschlagen und rund hunderttausend Euro aus ihrem Vermögen und dem ihrer Mutter verspielt hatte.

Vorgehensweise und Festnahme

Die Mutter fühlte zunächst bei dem Stammgast vor. Als dieser seine grundsätzliche Bereitschaft zur Tat signalisierte, kam es zu einem gemeinsamen Treffen. Bei diesem übergab die Tochter mehrere Fotos ihres früheren Partners, seinen Schichtplan sowie einen Zettel mit dem Namen und seiner Adresse. Der vermeintliche Killer bekam auch 17.000 Euro.

Bei einem weiteren Treffen sagte die 41-Jährige dem Mann, dass dieser dem ehemaligen Lebensgefährten in Herz, Mund und Kopf schießen solle und dass der Tod auch ihre Mutter erfreuen werde. Der Mann ging nur zum Schein auf das Angebot ein und wandte sich stattdessen an die Polizei. Die beiden Frauen wurden festgenommen und kamen in Untersuchungshaft.

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