Monatelanger Kampf um das Sorgerecht
Nach monatelangem Kampf gegen die australischen Behörden, um das Sorgerecht für ihre beiden Kinder zurückzuerlangen, hat eine NRI-Frau Berichten zufolge in ihrem Heimatbezirk Belagavi in Karnataka Selbstmord begangen. Die 45-jährige Priyadarshini Patil und ihr Ehemann Lingaraj Patil kämpften um das Sorgerecht für ihre beiden Kinder Amartya (17) und Aparajita (13), so ein Bericht der Times of India. Das Paar verlor den Fall, nachdem sich der Gesundheitszustand ihres jugendlichen Sohnes, der an einer schweren Krankheit litt, aufgrund eines angeblichen medizinischen Fehlers verschlechterte.
Australische Behörden nehmen das Sorgerecht
Nachdem eine Beschwerde gegen das Krankenhaus wegen ärztlicher Fahrlässigkeit eingereicht wurde, wurde Priyadarshini zur Hauptverantwortlichen erklärt. Die australische Behörde stellte fest, dass das Paar seine Kinder schlecht behandelt habe, und nahm beiden Jugendlichen das Sorgerecht weg. Die australischen Behörden beriefen sich dabei auf lokale Kinderschutzgesetze. Seitdem leben Amartya und Aparajita getrennt von ihren Eltern, so die Times of India.
Verzweiflungstat und Abschiedsbrief
In einem Zustand der Verzweiflung beschloss Priyadarshini Patil, ihr Leben zu beenden, und sprang am Sonntag in den Fluss Malaprabha. Sie hatte ein Ticket für die Rückkehr in ihre Heimatstadt gebucht, stieg jedoch nicht in das Fahrzeug ein. Anstatt in den Bus zu steigen, nahm sie einen Bus nach Hubbali. Bevor sie diesen extremen Schritt unternahm, schickte sie ihrem Vater per Kurier ein Paket mit Bargeld und Schmuck, so die TOI unter Berufung auf Quellen.
Ein trauriges Beispiel für den Kampf von indischen Paaren um ihre Kinder
Es ist erwähnenswert, dass der Kampf von indischen Paaren um ihre eigenen Kinder nicht selten ist, und es gab bereits mehrere Fälle von NRI-Paaren, die jahrelang darauf warten mussten, das Sorgerecht für ihre Kinder von offiziellen Behörden zurückzuerlangen. Ein ähnlicher Fall wurde vor Jahren bekannt, als die beiden Babys von Sagrika Chakraborty von den norwegischen Kinderhilfsdiensten unter dem Vorwand einer unzureichenden Erziehung weggenommen wurden. Es ist bemerkenswert, dass die Erziehungsmethoden, die als unzureichend angesehen wurden, in der indischen Kultur weit verbreitet sind. Die Entscheidung wurde von den norwegischen Behörden getroffen, indem sie angaben, dass das Paar beobachtet wurde und als ungeeignet für die Elternschaft befunden wurde, so ein weiterer Bericht der TOI.
