Äußerungen von Bischöfin Fehrs

Die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischöfin Kirsten Fehrs, hat sich zur geplanten Stationierung konventioneller Mittelstreckenraketen in Deutschland geäußert. Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tags des Friedens am 21. September betont sie die Notwendigkeit einer umfassenden Debatte über Frieden und Sicherheit.

Aktuelle Herausforderungen

Fehrs verweist auf die anhaltenden Konflikte und die damit verbundenen Schreckensnachrichten, die täglich in den Nachrichten zu sehen sind. Besonders der Krieg in der Ukraine, der weniger als 1000 Kilometer entfernt stattfindet, beschäftigt sie. Sie stellt die drängende Frage, wie dieser Krieg beendet werden kann und wie zukünftige Angriffe verhindert werden können.

Notwendigkeit einer Debatte

Die Bischöfin kritisiert die Stille, die sich um die Ankündigung der Bundesregierung und des Weißen Hauses gelegt hat, konventionelle Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren. Sie fordert eine breite friedens- und sicherheitspolitische Debatte, in der verschiedene Argumente sorgfältig abgewogen werden. Dies sei besonders wichtig, um gezielte Desinformation und äußere Einflussnahme zu vermeiden.

Historische Perspektive

Fehrs erinnert daran, dass das Thema der neuen Raketen in der Vergangenheit bereits für intensive Diskussionen gesorgt hat. Damals gab es hitzige Debatten in Parlamenten, Medien und innerhalb der Kirche, die letztendlich der Gesellschaft zugutekamen. Sie warnt jedoch, dass sich die Sicherheitslage in Europa erheblich verändert hat und dass die aktuellen Herausforderungen nicht mit der Vergangenheit vergleichbar sind.

Auf dem Weg zum Frieden

Abschließend betont die Bischöfin die Notwendigkeit, den Weg zum Frieden zu finden und Verhandlungen zu führen. Friedensethische und sicherheitsethische Überlegungen sollten eng miteinander verbunden werden. Der Gedanke der Abschreckung, der in den 90er Jahren als überholt galt, könnte wieder an Bedeutung gewinnen.

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