Änderungen im Handelsumfeld
Am Montag beginnt der Handel in Asien, und das globale makroökonomische Umfeld hat sich seit Freitag erheblich verändert. Dies ist auf die US-Arbeitsmarktzahlen zurückzuführen, die selbst die optimistischsten Prognosen übertroffen haben. Der Bericht über die nicht-landwirtschaftlichen Beschäftigungszahlen für September war in jeder Hinsicht stark und wirft Fragen zur zukünftigen Entwicklung der US-Zinssätze auf, die Anleger und möglicherweise auch die Federal Reserve bereits als festgelegt ansahen.
Reaktionen auf die Arbeitsmarktdaten
Die unmittelbare Reaktion auf die US-Zinsfutures-Märkte ist deutlich: Eine Zinssenkung um 50 Basispunkte im nächsten Monat ist nun ausgeschlossen. Die impliziten Preise entsprechen jetzt dem Basisfall von Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, der von einer Senkung um einen Viertelpunkt bei den nächsten beiden Sitzungen ausgeht. Darüber hinaus wurde die Gesamtsumme der erwarteten Zinssenkungen im Rahmen des Lockerungszyklus reduziert, was auf einen höheren „terminal“ Zinssatz von etwa 3,25 % im Jahr 2026 hindeutet. Händler könnten diese Schätzung in dieser Woche weiter anpassen.
Inflation und Wirtschaftslage
Ein sanfter wirtschaftlicher Übergang könnte zwar für die Inflation gelten, die sich weiterhin in Richtung des 2%-Ziels der Fed zu bewegen scheint, jedoch nicht für die Wirtschaft insgesamt. Angesichts des angespannten Arbeitsmarktes wird ein Szenario ohne wirtschaftliche Abkühlung wahrscheinlicher. Die Hauptzahlen des Berichts sind bemerkenswert: Die Zahl der neuen Stellen belief sich auf 254.000, was alle 73 Prognosen in einer Umfrage von Reuters übertraf. Nur drei von 56 Befragten hatten die Arbeitslosenquote von 4,1 % korrekt vorhergesagt.
Marktreaktionen und Ausblick
Der US-Dollar, die Anleiherenditen und die Aktienmärkte stiegen am Freitag stark an, was das Vertrauen der Anleger in die US-Wirtschaft widerspiegelt. Der Dollarindex legte in der Woche um mehr als 2 % zu, was die beste Woche seit über zwei Jahren darstellt. Die Brent-Ölpreise stiegen um 9 %, die beste Woche seit Januar 2023, und der Dow Jones schloss auf einem Rekordhoch.
Erwartungen für Asien
Die wiederbelebten Investitionsgeister dürften die Anlegerstimmung in Asien am Montag ankurbeln, und die Nikkei-Futures deuten auf einen Anstieg von etwa 2,5 % zum Handelsstart in Japan hin. Dennoch erfordern die strafferen finanziellen Bedingungen durch die signifikanten Anstiege bei den Treasury-Renditen, dem Dollar und Öl Vorsicht. Am Montag steht in Asien die Veröffentlichung der Inflationszahlen für September aus Thailand auf dem Programm, wobei eine jährliche Hauptinflation von 0,8 % erwartet wird, was einen Anstieg im Vergleich zu den vorherigen Werten darstellt.
