150 Milliarden Euro für Afrika
Die Europäische Union präsentiert ihren Investitionsplan für Afrika im Wert von 150 Milliarden Euro. Ziel ist es, die Abhängigkeit des Kontinents von chinesischen Krediten zu verringern, die in vielen Ländern zu einer hohen Verschuldung geführt haben.
Wettbewerb mit Chinas Belt and Road Initiative
Jutta Urpilainen, die EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, betont, dass das Global Gateway-Programm der EU eine starke Marketingbotschaft hat. Dieses Programm soll mit Chinas Belt and Road Initiative konkurrieren, die bereits über 120 Milliarden Dollar an staatlich unterstützten Krediten an afrikanische Staaten bereitgestellt hat.
Kritik an chinesischer Finanzierung
Die chinesische Finanzierung ist jedoch nicht ohne Kontroversen. Es gibt Vorwürfe von Schuldenfallen, Ausbeutung und Korruption. Diese Vorwürfe wurden durch eine Welle von Schuldenkrisen in Afrika in den letzten Jahren verstärkt, bei der drei Länder zahlungsunfähig wurden. Urpilainen äußerte, dass die Aktivitäten Chinas in Afrika zu einer enormen Abhängigkeit geführt haben, was sich in den hohen Schuldenniveaus vieler afrikanischer Länder widerspiegelt.
Unterstützung für Afrika
Urpilainen erklärte, dass das Ziel der EU darin besteht, Afrika dabei zu unterstützen, eigenständig zu werden. Im Rahmen des Global Gateway-Programms investiert die EU in Projekte im Bereich Transport, Energie, digitale Infrastruktur sowie Bildung und Gesundheit.
Frühe Phase des Programms
Das Programm befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium im Vergleich zur bereits seit einem Jahrzehnt bestehenden Belt and Road Initiative. Es basiert auf einer komplexeren Struktur, die auf der Mobilisierung von Ressourcen aus EU-Mitgliedstaaten und multilateralen Organisationen beruht.
Besuch in Addis Abeba
Urpilainen war in Addis Abeba, dem Hauptsitz der Afrikanischen Union, um Gespräche mit Vertretern des Kontinents zu führen, darunter der Vorsitzende der AU-Kommission, Faki Mahamat.
