Erwartungen an die Medienbranche

Medienmanager sehen durch die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten Potenzial für weitere Fusionen und eine Deregulierung, die das Wachstum von Rundfunk- und Fernseheimperien fördern könnte. David Zaslav, CEO von Warner Bros. Discovery Inc., äußerte sich am Donnerstag gegenüber Investoren und betonte, dass beschleunigte Fusionen dazu beitragen könnten, die Probleme der Verbraucher zu adressieren.

Vision für lokale TV-Sender

Perry Sook, CEO von Nexstar Media Group, skizzierte eine Strategie zur Expansion des größten lokalen TV-Senderbesitzers, unterstützt durch Regeländerungen bei der konservativen Federal Communications Commission (FCC). Zaslav bemerkte in einer Telefonkonferenz, dass die neue Verwaltung möglicherweise ein anderes Tempo des Wandels und eine Gelegenheit zur Konsolidierung bieten könnte, was der Branche zugutekommen würde.

Regulierung und Wettbewerb

Führungskräfte aus den Bereichen Medien und Telekommunikation beginnen, die Auswirkungen einer möglichen zweiten Präsidentschaft von Trump auf eine stark regulierte Branche zu bewerten, die sich in einem enormen technologischen Wandel befindet. Sook nannte die Deregulierung des Eigentums von Sendern auf nationaler und lokaler Ebene als „oberste gesetzgeberische Priorität“. Er wünscht sich, dass die Trump-Administration eine nationale Obergrenze für die Anzahl der US-Haushalte, die ein Unternehmen erreichen kann, aufhebt.

Herausforderungen durch große Tech-Unternehmen

Sook wies darauf hin, dass die wahre Konkurrenz für die Branche von großen Technologieunternehmen ausgeht, die ungehinderten Zugang zu allen Bildschirmen in Amerika haben. Er kritisierte die bestehenden Regulierungen, die zuletzt 2004 aktualisiert wurden. Zudem könnten Steuererleichterungen unter Trump dazu führen, dass Unternehmen mehr in Werbung investieren.

Auswirkungen auf die FCC

Lee Petro, Partner bei der Kanzlei Dickinson Wright und ehemaliger Vorsitzender der Federal Communications Bar Association, erklärte, dass eine Trump-Administration eine spürbare Nachsicht für Rundfunkanstalten mit sich bringen könnte. Brendan Carr, ein republikanischer FCC-Mitarbeiter, der das FCC-Kapitel im inoffiziellen Trump-Übergangsplan Project 2025 verfasste, wird voraussichtlich als Vorsitzender der Behörde nominiert, um die Demokratin Jessica Rosenworcel abzulösen.

Erwartungen an Fusionen und Übernahmen

„Mindestens werden wir einen Anstieg bei Fusionen und Übernahmen sehen“, so die Einschätzung von Branchenexperten.

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