Rana-Plaza-Unglück und der Internationale ACCORD
INKOTA fordert Erweiterung auf Gerbereien und Lederindustrie
Das nach dem Rana-Plaza-Unglück geschlossene Abkommen zu Brandschutz und Gebäudesicherheit (International ACCORD) in Bangladesch und Pakistan umfasst bis heute nicht Gerbereien und Fabriken für Schuhe und Lederwaren. Die Arbeitsbedingungen in dieser Branche sind miserabel, die Verpflichtungen des Abkommens könnten Abhilfe leisten. INKOTA fordert die Ausweitung des Accords auf Gerbereien, Schuh- und Lederfabriken.
„“, erklärte Berndt Hinzmann, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte bei INKOTA.
Der Internationale ACCORD wurde Anfang 2023 von Bangladesch auf Pakistan ausgeweitet. Lediglich 45 Unternehmen haben das Pakistan-Abkommen bereits unterzeichnet, darunter Marken wie C&A, s.Oliver und die Otto Group. Viele Mitglieder des Textilbündnisses fehlen, ebenso wie die Ausweitung des Internationalen Accords auf die Leder- und Schuhlieferketten der Unternehmen.
„“, erklärte Berndt Hinzmann.
Vor zehn Jahren stürzte in Savar nahe der bangladeschischen Hauptstadt Dakha das neunstöckige Rana-Plaza-Gebäude ein. 1138 Menschen starben und mehr als 2000 wurden verletzt. Bereits Jahre zuvor hatten zivilgesellschaftliche Organisationen auf einen Maßnahmenplan zur Verbesserung der Gebäudesicherheit gedrungen. Nach der Katastrophe kam der Bangladesch ACCORD zustande, den mittlerweile 195 Unternehmen unterzeichnet haben. 2021 wurde die Ausweitung des ACCORDs zum „International ACCORD for Health and Safety in the Textile an Garment Industry“ beschlossen, Pakistan ist das erste neu integrierte Land.
Was ist der Internationale ACCORD?
Der Internationale ACCORD ist ein Abkommen zu Brandschutz und Gebäudesicherheit, das nach dem Rana-Plaza-Unglück in Bangladesch geschlossen wurde und später auf Pakistan ausgeweitet wurde. Es soll die Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie verbessern.
Welche Forderungen stellt INKOTA?
INKOTA fordert die Ausweitung des International ACCORD auf Gerbereien, Schuh- und Lederfabriken, um auch in diesen Branchen die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Was war das Rana-Plaza-Unglück?
Das Rana-Plaza-Unglück ereignete sich vor zehn Jahren in Savar, Bangladesch, als das neunstöckige Rana-Plaza-Gebäude einstürzte. Dabei starben 1138 Menschen und mehr als 2000 wurden verletzt.
