Nach kontroversen Aussagen zum Judenstern und Vorwürfen des Rassismus hat Boris Palmer seinen Austritt aus den Grünen erklärt. Der Tübinger Oberbürgermeister hatte sich am Freitag vor einer Migrationskonferenz in Frankfurt am Main mit einer Gruppe verbal auseinandergesetzt und dabei das sogenannte N-Wort verwendet. Als er mit „Nazis raus“-Rufen konfrontiert wurde, verglich er dies mit dem Judenstern und erklärte, dass ein falsches Wort ausreiche, um von einigen als Nazi bezeichnet zu werden.

Die Beziehung zwischen Palmer und den Grünen

Die Beziehung zwischen Palmer und den Grünen war schon immer schwierig. Mit seinen polarisierenden Aussagen hatte er vor allem die linken Vertreter seiner Partei gegen sich aufgebracht und musste seine Mitgliedschaft ruhen lassen. Obwohl er Ende Oktober noch seinen dritten Wahlsieg als Oberbürgermeister feierte und es schien, als würde er bald wieder in die Partei aufgenommen werden, ist die Geschichte von Boris Palmer und den Grünen nun endgültig beendet.

Der Eklat in Frankfurt

Nach seinen Äußerungen in Frankfurt distanzierten sich auch enge Wegbegleiter von Palmer. Sein Anwalt, Rezzo Schlauch, der ihn noch im gegen ihn gerichteten Parteiausschlussverfahren vertreten hatte, kündigte ihm nach dem Vorfall seine Unterstützung und Vertretung auf. Schlauch erklärte, dass es keine Rechtfertigung gebe, eine historische Parallele zum Judenstern als Symbol der Judenverfolgung in Nazi-Deutschland herzustellen.

Der Austritt

Obwohl Palmers Mitgliedschaft eigentlich nur noch bis Ende 2023 geruht hätte, ist er aus der Partei ausgetreten. Seine Austrittserklärung sei eingegangen und der Austritt gelte unmittelbar, teilte eine Sprecherin des Landesverbands mit. Der Austritt markiert vorerst das Ende einer heftigen Debatte rund um Palmer.

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