Durch den Klimawandel könnten Hobbygärtner und Landwirte in Zukunft mit neuen Agrarschädlingen zu kämpfen haben. Eingeschleppte Wanzen sind dabei nur ein Vorbote für das, was kommen könnte.

Symptome bei Pflanzen

Tomaten und Paprika bekommen helle Stellen, Äpfel und Birnen dunkle. Gurken krümmen sich, manchmal besonders stark. Wenn Grüne Reiswanzen in Obst und Gemüse stechen, schmecken Himbeeren ungenießbar.

Ausbreitung von Wanzen

Die Grüne Reiswanze wurde vor Jahrzehnten aus Ostafrika eingeschleppt und breitet sich seit Mitte der 2010er Jahre schlagartig in Deutschland aus. Die Marmorierte Baumwanze aus China befällt ein breites Sortiment an Obst, Gemüse und Wirtspflanzen im Ackerbau wie Spargel, Mais und Kartoffeln.

Schäden für Landwirte

Die Ausbreitung der Wanzen bedeutet einen wirtschaftlichen Schaden für Landwirte, da es zu Ernteausfällen oder unverkäuflichen Produkten kommen kann. In Ländern wie Italien wurde der Gesamtschaden zuletzt auf mehrere Hundert Millionen Euro im Jahr geschätzt.

Auswirkungen des Klimawandels

Der Deutsche Bauernverband ist in Alarmbereitschaft, da er davon ausgeht, dass sich der Schädlings- und Krankheitsdruck in Zukunft deutlich verschärfen wird. Der Klimawandel und vor allem die jahresspezifische Witterung spielen dabei eine wesentliche Rolle. Viele Schaderreger können unter wärmeren Bedingungen mehr Generationen bilden und früher in die Bestände einwandern.

Prognosemodelle müssen überarbeitet werden

Landwirte verlassen sich auf Prognosemodelle, die jedoch überarbeitet werden müssen, da Schädlinge, die eigentlich gut bekannt sind, plötzlich anders auftreten können. Es gibt inzwischen in Deutschland eine Maiszünslerrasse, die zwei Generationen pro Jahr hervorbringt.

Fachleute arbeiten gegen wichtigste Schädlinge

Olaf Zimmermann, der am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg für Schädlingsbiologie zuständig ist, hat derzeit vor allem den Japankäfer im Blick. Angesichts der begrenzten Ressourcen können die Fachleute jedoch nur gegen die wichtigsten Schädlinge arbeiten.

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