Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH hat die „Kunst am Bau“-Tradition wieder aufleben lassen und den modernen Pop-Art-Künstler Moritz Götze beauftragt, eine Emaille-Wandgestaltung für den Giebel des Wernigeröder „Wellen“-Haus-Ensembles zu schaffen. Das Werk namens „Blütensturm“ erstreckt sich über 11 x 12 Meter und zeigt einen Blätter- und Blütenwirbel im Zentrum.
Der Künstler und seine Inspiration
Moritz Götze, Deutschlands bedeutendster Vertreter der modernen Pop-Art-Szene, ließ sich bei seinem Entwurf von der geschichtsträchtigen Mystik des Harzes und der Stadt Wernigerode inspirieren. Er wollte dem Gebäudeensemble und seinen Bewohnern ein „heiteres Naturerlebnis aus Blättern, Blüten und Insekten“ schenken und zitiert in der Wandgestaltung auch den Brocken und die Brockenhexen.
Die Entstehung des Kunstwerks
Das farbenfrohe Wandbild besteht aus über 60 Einzelteilen, das Kleinste in A4-Größe, das Größte 130 x 120 Meter umspannend. Der Künstler arbeitete über acht Monate an dem Werk, das aufwendig durch die Formenvielfalt geriet. Jedes der 60 Einzelteile wurde im Emaillierprozess 3- bis 4-mal gebrannt, um eine leichte 3-D-Wirkung zu erreichen. Zusammen mit zwei Handwerkern positionierte Moritz Götze jedes Teil in 20-mm-Distanz zur Giebelfassade, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Die Bedeutung der Kunstaktion
GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann betonte, dass es der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH nicht nur um die energetische Sanierung der Plattenbauten bis ins Jahr 2030 geht, sondern auch um eine ästhetische Heilung und Aufwertung der Quartiere. Die Kunst am Bau ist dabei ein wichtiger Bestandteil, um das Stadtbild zu verschönern und den Bewohnern ein ansprechendes Wohnumfeld zu bieten.
Das „Welle“-Wandbild von Moritz Götze ist eine gelungene Umsetzung dieser Idee und eine Hommage an die Natur und die Umgebung des Harzes.
