Jan-Lennard Struff hat im Finale des Masters-Turniers in Madrid gegen Carlos Alcaraz verloren. Trotz einer hervorragenden Leistung unterlag der 33-jährige Deutsche dem spanischen Weltranglistenzweiten mit 4:6, 6:3, 3:6.
Struffs beeindruckender Lauf
Nach Verletzungen im Vorjahr läuft es diese Saison für Jan-Lennard Struff blendend. Der Tennisprofi hat in Madrid die Chance auf die große Sensation nur knapp verpasst.
Struff hatte eine beeindruckende Leistung gezeigt und konnte lange mit Alcaraz mithalten. Anders als Alexander Zverev, der im Achtelfinale eine Lehrstunde von Alcaraz erhielt, konnte Struff dem Spanier Paroli bieten.
Ein hart umkämpftes Finale
Zu Beginn des Finales war Struff nervös und kassierte zwei Breaks im ersten Satz. Doch im zweiten Satz nahm er Alcaraz den Aufschlag ab und behielt vor der lautstarken Kulisse im Manolo Santana Stadion die Nerven.
Trotzdem waren dem 1,93 Meter großen Deutschen die Strapazen des Turniers anzumerken. Er hatte als erster Profi bei einer ATP-Veranstaltung gleich sechs Drei-Satz-Matches bestritten. Alcaraz konnte schließlich den dritten Satz für sich entscheiden und gewann das Match nach 2:25 Stunden.
Ein bemerkenswerter Aufstieg
Struff hatte in Madrid bereits für eine Überraschung gesorgt, als er als sogenannter „Lucky Loser“ ins Finale einzog. In der Qualifikation war er eigentlich schon gescheitert, schaffte aber durch die Absage eines anderen Spielers den Sprung ins Hauptfeld.
Der Aufstieg von Struff war noch vor gar nicht allzu langer Zeit nicht absehbar gewesen. Ende 2020 belegte er in der Weltrangliste noch Platz 150, nun hat er den Sprung auf Rang 28 geschafft.
Obwohl Struff den ersten ATP-Turniersieg seiner Karriere verpasst hat, hat er bewiesen, dass er in die Weltspitze gehört und dass noch viel von ihm zu erwarten ist.