Die spanische Regierung hat angesichts der anhaltenden Trockenheit mehr als 2 Milliarden Euro bereitgestellt, um vor allem Landwirte im Kampf gegen Wassermangel und Dürre zu unterstützen.

Ziel: Sicherstellung der Lebensmittelproduktion

Das Ziel des Hilfsprogramms sei es, sicherzustellen, dass „Bauern und Viehzüchter weiter Lebensmittel produzieren können“, sagte Landwirtschaftsminister Luis Planas nach einer Kabinettssitzung. Mehr als 780 Millionen Euro kommen der Landwirtschaft zugute, wovon ein Großteil an Viehzüchter und Milchbauern geht.

Investition in Entsalzungsanlagen und Wasseraufbereitung

Etwas mehr als die Hälfte der insgesamt 2,19 Milliarden Euro sollen in den Bau von Entsalzungsanlagen für Meerwasser und Wasseraufbereitungsanlagen fließen.

Trockenster Jahresbeginn seit 1961

Spanien erlebt aktuell den trockensten Jahresbeginn seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961. Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes fiel in den ersten vier Monaten des Jahres weniger als die Hälfte der üblichen Regenmenge. Besonders hart getroffen sind die Regionen Katalonien und Andalusien im Nordosten und Süden des Landes. Dort liegt das Niveau der Wasserspeicher teilweise bei nur noch 25 Prozent.

Kritik der Opposition

Die Ankündigung der Hilfen erfolgte zwei Wochen vor Kommunal- und Regionalwahlen, bei denen das Thema der Wasserversorgung eine zentrale Rolle eingenommen hat. Die rechte Opposition wirft der Regierung daher vor, mit dem umfangreichen Hilfsprogramm auf „Wählerfang“ zu gehen.

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