Griechenlands Wirtschaft war vor einem Jahrzehnt fast verantwortlich für den Zusammenbruch des Euros. Heute gehört es jedoch zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in der gemeinsamen Währungszone Europas.
Ein kurzer Rückblick
In der Zeit von 2008 bis 2018 befand sich Griechenland in einer schweren Finanzkrise, die das Land an den Rand des Zusammenbruchs brachte. Die Wirtschaftsleistung des Landes fiel dramatisch und es gab eine hohe Arbeitslosigkeit. Griechenland musste mehrere Rettungspakete von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds annehmen, um die Krise zu überwinden.
Die aktuelle Situation
In den letzten Jahren hat Griechenland jedoch eine beeindruckende wirtschaftliche Erholung erlebt. Die Arbeitslosigkeit ist gesunken und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gestiegen. Im Jahr 2019 betrug das BIP-Wachstum 1,9%, was das höchste Wachstum seit über einem Jahrzehnt war. Auch für das Jahr 2020 wurde ein weiteres Wachstum prognostiziert, bevor die COVID-19-Pandemie die Weltwirtschaft beeinträchtigte.
Gründe für das Wachstum
Ein wichtiger Faktor für das Wachstum Griechenlands ist die Stärkung des Tourismussektors. Griechenland ist ein beliebtes Reiseziel und der Tourismus macht einen großen Teil der griechischen Wirtschaft aus. Auch die Reformen im öffentlichen Sektor und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit haben zur Erholung der Wirtschaft beigetragen.
Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die griechische Wirtschaft auswirken wird und ob das Land weiterhin ein schnelles Wachstum aufrechterhalten kann.