Neue Drohnenangriffe in Westukraine

Die Ukraine hat zahlreiche neue russische Drohnenangriffe und mehrere Explosionen im westukrainischen Gebiet Chmelnyzkyj gemeldet. Dabei wurde kritische Infrastruktur getroffen und Menschen wurden verletzt. Der Bürgermeister der gleichnamigen Gebietshauptstadt, Olexandr Symtschyschyn, gab bekannt, dass 21 Menschen verletzt wurden, davon waren 11 schwer verletzt. Auch Bahnanlagen waren betroffen, was zu Verzögerungen bei Zugfahrten um bis zu zwölf Stunden führte.

Abgeschossene Drohnen

Das ukrainische Militär teilte mit, dass bei den nächtlichen Angriffen insgesamt 17 von 21 iranischen „Kamikaze-Drohnen“ vom Typ Shahed-136/131 abgeschossen wurden.

Explosionen in Luhansk

Russische Staatsmedien meldeten zum zweiten Mal seit Freitag Explosionen in der von Moskau besetzten ostukrainischen Gebietshauptstadt Luhansk. Die Stadt blieb bisher weitgehend verschont von den Kriegshandlungen. Bei dem Beschuss wurden erstmals die von Großbritannien versprochenen Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow eingesetzt, so die Besatzer in Luhansk und das Verteidigungsministerium in Moskau. Es gab Bilder von Raketentrümmern, aber diese Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Waffensysteme mit größerer Reichweite

Die Ukraine hatte Waffensysteme mit größerer Reichweite gefordert, um auch weiter von der Frontlinie entfernte Gebiete zu befreien. Die luftgestützten Storm Shadow, die von Großbritannien und Frankreich gemeinsam entwickelt wurden, haben laut Hersteller MBDA eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern. Damit können sie Ziele auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim erreichen. Die von der Ukraine mit Erfolg eingesetzten Mehrfachraketenwerfer vom US-Typ Himars können Ziele in 80 Kilometern Entfernung treffen.

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