Berichte in den sozialen Medien über angebliche Vorfälle, bei denen Fremde Kinder vor Schulen ansprechen und mit Süßigkeiten locken, verunsichern Eltern und könnten die Arbeit der Polizei erschweren. Laut Dirk Heitmann von der Polizeiinspektion in Celle in Niedersachsen werden solche Berichte oft übertrieben dargestellt und aus einem Fall könnten irrtümlicherweise mehrere gemacht werden. Ähnliche Erfahrungen hat auch die Polizei in Nürnberg gemacht, wo sich Eltern über soziale Medien gegenseitig alarmierten und der Ort des Geschehens sich dabei ändern konnte.

Warnungen führen zu übertriebener Wahrnehmung

Nach Angaben der Polizei im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen führen solche Warnungen dazu, dass viele Menschen überall eine Gefahr sehen und die Telefone bei der Polizei nicht mehr stillstehen. Das erschwert die Arbeit der Polizei, da Kapazitäten gebunden werden müssen, um auch Phantommeldungen nachzugehen. Außerdem ist es für die Ermittler schwierig, zu verfolgen, wo es tatsächlich eine Häufung von Fällen gibt.

Polizei gibt Tipps für Eltern

Die Polizei rät Eltern, mit ihren Kindern über das richtige Verhalten im Umgang mit Fremden zu sprechen und sie zu ermutigen, um Hilfe zu bitten, wenn sie sich unwohl fühlen. Es sei auch wichtig, dass Eltern bei verdächtigen Vorfällen sofort die Polizei informieren und nicht erst über soziale Medien verbreiten.

Quellen: Polizei Oberbergischer Kreis, Polizei Celle, Pressemitteilung zu Vorfällen in Nürnberg

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