Vorstoß des Umweltausschusses

Die Bundesländer setzen sich für höhere Entschädigungszahlungen bei Zugverspätungen ein. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, liegt dem Bundesrat ein entsprechender Vorstoß des Umweltausschusses der Länderkammer vor.

Höhere Entschädigungszahlungen

Demnach sollen Kunden bei einer Verspätung von 60 Minuten am Zielbahnhof nicht mehr 25 Prozent, sondern 35 Prozent des gezahlten Fahrpreises als Entschädigung erhalten. Bei einer Verspätung von 120 Minuten soll die Erstattung von 50 auf 60 Prozent angehoben werden.

Verbraucherpolitisch geboten

Die Empfehlung soll in der Sitzung der Länderkammer am 12. Mai beraten werden. Die Bundesländer sehen die Erhöhung als verbraucherpolitisch geboten, um Anreize für eine höhere Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Bahn zu setzen.

Wirtschaftlich vertretbar?

Die Bahn spricht sich gegen das Vorhaben aus. Eine Sprecherin sagte der „Rheinischen Post“, dass die Höhe der Entschädigungen sich nicht auf die Pünktlichkeit auswirke. Eine Anhebung bedeute eine erhebliche Mehrbelastung für den Konzern. Jedoch sei eine Erhöhung auch wirtschaftlich vertretbar, da der Konzern seit 2023 bei „höherer Gewalt“ keine Erstattungen mehr leisten müsse.

Zu viele Züge auf zu wenigen und zu alten Gleisen

Die Sprecherin der Bahn betonte, dass die Bahn derzeit durch zu viele Züge auf zu wenigen und zu alten Gleisen gebremst werde. Zudem werde auf diesen Gleisen so viel wie nie zuvor gebaut.

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